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Montag, 20. Juli 2026, Nr. 164
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Liebe Leserin, lieber Leser,

rund 3.000 Besucher besuchten am Sonnabend die »Fiesta de Solidaridad« in der Parkaue Berlin-Lichtenberg. Es ist das größte jährliche Solidaritätsfest mit Kuba in Europa und war auch in diesem für Kuba so gefährlichem Jahr kämpferisch. Annuschka Zak zitiert in ihrem Bericht die kubanische Botschafterin Martínez González: »Sie haben uns nicht offiziell den Krieg erklärt, aber sie führen ihn praktisch schon längst gegen uns.« Er verursache »unbeschreibliche« soziale und wirtschaftliche Zerstörungen. Die Linke-Kovorsitzende Ines Schwerdtner erklärte, ihre Partei stehe »bedingungslos« an der Seit Kubas und wolle im Parlament und auf der Straße Druck ausüben. Die Bundesregierung müsse sofort humanitäre Hilfe schicken.

An der geplanten Kampagne »No War on Cuba - Kein Krieg gegen Kuba« vom 12. bis zum 19. September am Brandenburger Tor in Berlin beteiligten sich Die Linke und ihr Bundesarbeitskreis Cuba Sí, der auf der Fiesta sein 35jähriges Bestehen feierte.

Die USA weiteten am Wochenende ihren Angriffskrieg gegen den Iran aus. Knut Mellenthin fasst zusammen. Werner Rügemer sagt im Gespräch mit Carmela Negrete, nur das Ende der EU-Abhängigkeit von den USA ermögliche Demokratie, Sicherheit, Frieden, Wohlstand. Peter Merg beschreibt das Absetzen des Auftritts von Danger Dan im ZDF-Kabarett »Die Anstalt« als Beleg für die Rechtsentwicklung, kritisiert aber auch »begriffs- und hilflosen Antifaschismus«.

Ich wünsche Ihnen eine erhellende Lektüre und grüße aus der Chefredaktion

Arnold Schölzel

Artikel des Tages
Erbil Basay/Anadolu Agency/imago
Gerichtsgroteske
Kriegsgegnerin bestraft, weil sie wegen Festnahme nicht zum Gerichtstermin kam Von Gitta Düperthal
Bernat Armangue/AP/dpa
Geheimoperation
Sudan: Offenbar hat Washington Logistik für die aufständischen RSF-Milizen bereitgestellt Von Luca Schäfer
Leonardo Fernandez Viloria/REUTERS
Gewaltherrschaft
Gespräch mit Werner Rügemer: Die Abhängigkeit von den USA muss beendet werden Von Carmela Negrete
Titel
Social Media/via REUTERS
Golfkrieg eskaliert
Die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA hat kaum einen Tag gehalten und ist nach den schweren wechselseitigen Angriffen der vergangenen Tage nun auch offiziell aufgehoben. Von Knut Mellenthin
Kommentar
Michael Kappeler/dpa
Lizenz zum Töten
Seit Amtsantritt als Innenminister wünscht sich Alexander Dobrindt (CSU) »echte Geheimdienste«, also mehr Kriegstüchtigkeit. Nun liegt der Gesetzentwurf vor, der BND und Verfassungsschutz Polizeiaufgaben gestattet, vor allem aber auch eine »Lizenz zum Töten« enthält. Von Arnold Schölzel
Porträt
Amanda Perobelli/REUTERS
Endspiel des Tages: WM-Finale 2030
Die Fußball-WM in Nordamerika ist noch nicht vorbei, da wird bereits über das Finale 2030 gestritten, das sowohl Spanien als auch Marokko austragen wollen. Die Nordafrikaner verweisen darauf, dass sie über das größere Stadion verfügen werden ... Von Jörg Tiedjen
Thema
Efrem Lukatsky/AP/dpa
ABO Wenn sich Kriegsgerät verselbständigt
Im 21. Jahrhundert werden Gefechte nicht mehr von großen Plattformen, sondern immer stärker von sich selbst steuernden Sprengköpfen geprägt. Über das Schrumpfen militärischer Wirksamkeit Von Lars Lange
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Zitat des Tages
 
Ich glaube, dass unsere moralischen Standards am Ende ein Wettbewerbsvorteil sein werden.
Der Mitbegründer des US-Datenkonzerns Palantir sagt im Gespräch mit Mathias Döpfner in der Welt am Sonntag, er gebe Menschen mehr Souveränität über ihre Daten.
Weitere Artikel
Jens Schulze
ABO Vertrauen in die Revolution
Größtes Solidaritätsfest für Kuba in Europa: Das Podium mit der kubanischen Botschafterin Juana Martínez González und Ines Schwerdtner, ist gut besucht, die Bierbänke vor der Bühne brechend voll. Von Annuschka Zak
Damian Sanchez/REUTERS
Erdbeben in Mexiko und Mittelamerika
Trotz einer Stärke von 7,4 sollen sich die Schäden in Grenzen halten. Katastrophenschutz funktionierte in Guatemala reibungslos. Dort hatte sich kurz zuvor ein weiteres Beben ereignet. Von Thorben Austen, Quetzaltenango
Efrem Lukatsky/AP Photo/dpa
Selenskij antwortet auf Proteste
Der ukrainische Präsident kündigt »Entscheidungen über die Armeeführung« an. Schwere russische Raketenangriffe treffen Kiew und andere Städte, in Polen gab es erneut Ausschreitungen gegen Ukrainer. Von Reinhard Lauterbach, Poznań
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Ohne Kommentar
Nedal Shtieh/JNA via ZUMA Press Wire/dpa
Auf einen Blick
Alltag in den palästinensischen Gebieten: Rauch steigt auf, nachdem israelische Siedler landwirtschaftlich genutzte Flächen in dem Dorf Tell westlich von Nablus im besetzten Westjordanland in Brand gesetzt haben.
Rotes Atelier
Ausstellung
Wir sehen Rot: Im Widerstand gegen ihre Kriege
Freitag, 24. Juli 2026, 17:00 Uhr
Die Ausstellung „Wir sehen Rot“ des Roten Ateliers geht diesen Juli angesichts der andauernden Krise in die zweite Runde. Militarisierung, die drohende Wehrpflicht und Sozialabbau bestimmen den täglichen Diskurs und die Leben der Arbeiterklasse wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Während die BRD sich an Kriegen in aller Welt bereichert, den Genozid in Gaza und die US-Blockade, die Kuba aushungert, unterstützt, schrumpft auch unser Bewegungsraum beständig. Immer härtere Repression und kulturelle Gleichschaltung bringen jedoch auch vermehrt Proteste und Streiks einer neuen politischen Generation mit sich. Diese zeigen, wie wirkungsvoll Widerstand sein kann. „Wir sehen Rot“ fragt daher: Wie können wir den Widerstand als sozialistische Gestalter unterstützen? Und welche Aufgaben stellen sich uns in der Kunst- und Kulturindustrie?


Die Galerie ist jeden Donnerstag von 13 bis 19 Uhr geöffnet und nach telefonischer Vereinbarung (unter 0 30 / 53 63 55 54) auch an anderen Werktagen zu besichtigen.

Zum Eröffnungswochenende vom 24.-26. Juli wird es ein Programm aus Vorträgen, Workshops und Musik geben.

Der Eintritt ist frei.
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