Liebe Leserin, lieber Leser,
junge Welt erscheint ab morgen in neuem Look, Print wie Online. Keine Sorge, Vertrautes bleibt erhalten, die Schrifttype ist neu, besser lesbar, die Webseite übersichtlicher und jetzt auch mit direkt anzusteuerndem Autorenarchiv. Entscheidend aber: Am Inhalt ändert sich nichts. Reinhard Lauterbach schreibt in der Titelstory der neuen Ausgabe über die Zustände der Europäischen Union, bei der angesichts äußerer Umstände und innerer Zerrissenheit die eigene Funktionalität in Frage steht. Auf dem EU-Gipfel auf Zypern dürfte auch verhandelt worden sein, was im Laufe des Freitags ruchbar wurde: Die USA drohen Spanien wegen dessen Verweigerungshaltung bei der Unterstützung des laufenden Iran-Kriegs mit Maßnahmen, angeblich sei sogar ein Ausschluss aus der NATO erwogen worden, wie auch immer das zu bewerkstelligen wäre. Die spanische Regierung trägt den Nimbus, unter den NATO-Staaten besonders kriegs- und rüstungskritisch zu sein. Was es damit auf sich hat, rückt Carmela Negrete in ihrem Kommentar zurecht.
Ein schönes Wochenende, bleiben Sie uns gewogen.
Daniel Bratanovic
Chefredakteur
Santiago Flores
Hessen präsentiert Gesetzentwurf, der Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe stellen soll. Von Philip Tassev
Automesse in Beijing. Risiken und Chancen für globale Konzerne. VW produziert weiter in China. Von Max Grigutsch
Bitte kein Elefant werden wollen: Ein neuer Sammelband des Schweizer Cartoonisten Ruedi Widmer. Von Stefan Gärtner
Yiannis Kourtoglou/REUTERS
Die EU versucht auf ihrem Sondergipfel ihren eigenen Scherbenhaufen unter den Teppich zu kehren. Für die EU-Europäer wird die Zukunft vor allem eines bringen: Es wird teuer. Von Reinhard Lauterbach
IMAGO/Funke Foto Services
Kunst ist zwar frei. »Aber nicht regellos.« Wusste Berlins Exkultursenator Chialo. Gilt aber auch für die Politik. Nun musste die neue Kultursenatorin Wedl-Wilson auch dran glauben. Hinweis: Im September wird gewählt. Von Max Grigutsch
Elisa Schu/dpa
Norwegen kündigt Social-Media-Verbot für Menschen unter 16 Jahren an. Von Felix Bartels
dpa
Vor 40 Jahren ereignete sich das Unglück im Atomkraftwerk Tschernobyl. Angesichts des Alters der heute weltweit noch laufenden AKW steigt die Wahrscheinlichkeit erneuter Katastrophen. Von Wolfgang Pomrehn
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Tagung des Europäischen Rates. Zum ersten Mal seit Jahren sind keine Russen im Saal. Eine große Erleichterung.
Polens Ministerpräsident Donald Tusk am Freitag auf der Plattform X über die Sitzung des EU-Gremiums ohne Anwesenheit des nun abgewählten ungarischen Regierungschefs Viktor Orbán
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Ignacio Lopez Isasmendi/ZUMA Press Wire/imago
Über die Politik des spanischen Ministerpräsidenten Sánchez, die angepasste deutsche Linkspartei und die entstehende »Kriegsgesellschaft«. Ein Gespräch mit Raúl Sánchez Cedillo. Von Carmela Negrete
Laut Ifo-Umfrage-Chef Klaus Wohlrabe verlören die hiesigen Unternehmen die Zuversicht: »Es gibt kaum Lichtblicke in diesem Monat. Die Unsicherheit frisst sich durch die deutsche Wirtschaft.« Von Klaus Fischer
Konflikt um US-Kampfjets im Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar löst eine Regierungskrise in Peru aus. Kongress stellt Misstrauensantrag gegen Staats- und Regierungschef. Washington übt Druck aus. Von Volker Hermsdorf
Der österreichischen Schriftstellerin Elfriede Czurda zum 80. Geburtstag. Von Florian Neuner
Vor 50 Jahren legten Zehntausende Drucker und Setzer in der BRD die Arbeit nieder. Die IG Druck und Papier ging gestärkt aus dem Arbeitskampf hervor. Von Florian Osuch
jW-Grafik
Der Pressehandel ist ein Markt: Es geht um Wahrnehmung. Das Lesen von jW ist dennoch mehr als Konsum. Von Aktion und Kommunikation
Jose Cabezas/REUTERS
486 mutmaßliche Mitglieder der kriminellen Banden »Mara Salvatrucha« (MS-13) müssen sich seit Montag in El Salvador in einem Massenprozess vor Gericht verantworten.
Rudolf Denner
Ausstellung
Donnerstag, 30. April 2026, 18:30 Uhr
Nach einer Bauzeit von rund 1000 Tagen wurde am 23. April 1976 der Palast der Republik festlich eröffnet. Im Herzen Berlins bot das Haus des Volkes, wie es auch bezeichnet wurde, neben zahlreichen gastronomischen Einrichtungen ein Theater, eine Bowlingbahn, ein Jugendzentrum und einen großen Saal mit einem variablen Angebot von 500 bis 5000 Sitzplätzen. In einem gesonderten Bereich hatte die Volkskammer der DDR ihren Sitz. Dieser imposante Bau zählte bis zu seiner Schließung im Jahr 1990 über 70 Millionen Besucher.
Die Schließung ist und bleibt bis heute höchst fragwürdig, war politisch motiviert und wurde gegen den öffentlichen Protest vieler Bürger durchgesetzt. Sein Abriß ist eine Revanche gegen den ersten sozialistischen Staat auf deutschem Boden, die DDR.
Die Ausstellung in der Maigalerie präsentiert in großflächigen Tafeln die Geschichte vom Haus des Volkes, sowie in einem weiteren Raum die Zwischennutzung nach der Schließung und den Abriß. In einer audiovisuellen Installation kommen abschließend Zeitzeugen zu Wort, die die Bedeutung dieses Baus noch einmal vergegenwärtigen.
Die Galerie ist jeden Donnerstag von 13 bis 19 Uhr geöffnet und nach telefonischer Vereinbarung (unter 0 30 / 53 63 55 54) auch an anderen Werktagen zu besichtigen.
Insbesondere besteht die Möglichkeit sich in der Galerie jeden Donnerstag von 14 bis 19 Uhr mit den Ausstellungsmachern in unserer Gesprächsecke auszutauschen.
Der Eintritt ist frei.
Vernissage
30.4.2026, 18.30 Uhr, Einlass ab 18.00 Uhr
Zur Vernissage werden sprechen: Dr. Gesine Lötzsch (ehem. Bundestagsabgeordnete DIE LINKE), Rudolf Denner (Sprecher Freundeskreis Palast der Republik), Vertreter der Bürgerinitiative SEZ.
Wir bitten um Anmeldung unter 0 30 / 53 63 55 54 oder maigalerie@jungewelt.de.