-
14.12.2011
- → Inland
LKA-Razzia in der Hauptstadt
Berlin. Die Wohnung eines 18jährigen Berliners ist am Dienstag morgen von Polizisten der Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes durchsucht worden. Speicherkarten, Festplatten, Kameras, Computer und ein Handy wurden beschlagnahmt. Grund ist offenbar, daß der Gymnasiast als Fotograf eine NPD-Kundgebung und die Proteste dagegen im Juni in Berlin dokumentiert hatte. Dem Fotografen wird nun offenbar vorgeworfen, die Persönlichkeitsrechte eines Neonazis verletzt zu haben, weil eine antifaschistische Initiative einen Bildausschnitt mit seinem Porträt online veröffentlicht hatte.
(jW)
(jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 3,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland