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Anwaltsverein: Mehr Geld für Justizopfer

Berlin. Der Berliner Anwaltsverein fordert eine bessere Entschädigung für Justizopfer. Unschuldig inhaftierte Menschen sollten für jeden Hafttag mindestens 100 Euro erhalten, sagte der Vorsitzende Ulrich Schellenberg am Donnerstag. Der bisherige Betrag von 25 Euro sei »keinesfalls angemessen« für den Schaden, den die Betroffenen erlitten. Hintergrund der Debatte ist der Fall von Monika de Montgazon, die im Verdacht stand, ihren Vater ermordet zu haben. Die Arzthelferin saß 888 Tage in Haft und konnte ihre Unschuld mithilfe mehrerer Gutachten beweisen. Nach einem Urteil des Kammergerichts muß sie nun 32000 Euro für die Erstellung der Gutachten bezahlen. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.04.2012, Seite 5, Inland

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