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Polizeigewalt bleibt ungeahndet

Hamburg. Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat die Ermittlungen gegen einen Polizisten aus Sachsen eingestellt, der nach einem Neonaziaufmarsch in Hamburg-Wandsbek am 2. Juni 2012 wegen schwerer Körperverletzung angezeigt worden war. Der Beamte stand im Verdacht, eine Frau über einen Betonpoller geschubst zu haben, die dabei eine Schädelbasisfraktur erlitt. Der Vorfall war von zahlreichen Zeugen bestätigt worden. Laut Behörde habe aber nicht geklärt werden können, ob das Opfer nicht von selbst über den Poller gestürzt sei, berichtete der MDR am Sonntag. »Es ist mit Bildmaterial belegt, daß die Polizei in der betreffenden Situation mit vollkommen unangemessener Härte vorging«, erklärte hingegen am Montag Christiane Schneider, innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft. Bereits im Oktober hatte die Staatsanwaltschaft Hamburg vier Ermittlungsverfahren gegen sächsische Polizisten im Zusammenhang mit dem Aufmarsch eingestellt.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.01.2013, Seite 15, Antifaschismus

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