Dein roter Faden in wirren Zeiten
Gegründet 1947 Freitag, 4. April 2025, Nr. 80
Die junge Welt wird von 3005 GenossInnen herausgegeben
Dein roter Faden in wirren Zeiten Dein roter Faden in wirren Zeiten
Dein roter Faden in wirren Zeiten
Aus: Ausgabe vom 22.03.2011, Seite 9 / Kapital & Arbeit

Bundesbank will andere Geldpolitik

Frankfurt/Main. Die Bundesbank macht sich für einen Ausstieg aus der Politik des billigen Geldes stark. Die Notenbanken stünden »mit dem Abklingen der unmittelbaren Auswirkungen der Krise« vor der Herausforderung, ihre Stützungsmaßnahmen zum richtigen Zeitpunkt zu beenden, schreibt die Bundesbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht März. Der Ausstieg sei notwendig, »um die längerfristig schädlichen Nebenwirkungen zu vermeiden«.

Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Notenbanken müßten auch »in einem schwierigen makroökonomischen Umfeld bewahrt werden«. Die Europäische Zentralbank (EZB) und andere Notenbanken hatten in den jüngsten Krisen immer wieder ihre Geldschleusen weit geöffnet. Zuletzt stellte Japans Notenbank mehrfach Geldspritzen in Milliardenhöhe bereit, um das Finanzsystem des von Erbeben, Tsunami und Atomangst gebeutelten Landes zu stabilisieren. Kritiker warnen, die Geldschwemme heize zumindest mittelfristig die Infla­tion an.(dpa/jW)

links & bündig gegen rechte Bünde

Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.

Mehr aus: Kapital & Arbeit