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Aus: Ausgabe vom 26.02.2022, Seite 11 / Feuilleton
Kulturgeschichte

Sieben Frauen

Unter dem Titel »­Dressed – 7 Frauen« zeigt das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe (MKG) bis zum 28. August die Garderobe von »sieben modebewussten Frauen«, beginnend im 19. Jahrhundert bis heute. »Im Mittelpunkt stehen die Trägerinnen, ihre Persönlichkeiten und ihre Biografien«, sagte Sprecherin Gudrun Herz. Anhand der ausgewählten Kleider, Röcke und Hosen könnten die Besucher aber auch gesellschaftliche Zusammenhänge erkennen, zum Beispiel, wie sich die Rolle der Frau im Laufe der Zeit gewandelt habe. So kleidete sich Senatorengattin Elise Fränckel (1807–1898) bereits um 1830 sehr elegant und selbstbewusst: mit Schuhen aus Paris und Spitze aus Riga. Die Garderobe der Diplomatengattin Edith von Maltzan (1886–1976) zeigt den Wandel von engen Korsettkleidern hin zu Charlestonkleidern der 1920er Jahre. Das Leben und die Kleidung von Erika Holst (1917–1946) sind vom Krieg und ihrer Tuberkuloseerkrankung gekennzeichnet. Die Hamburger Galeristin Elke Dröscher trug fast ausschließlich Prêt-à-porter-Mode von Yves Saint Laurent, Angelica Blechschmidt (1942–2018), Chefredakteurin der deutschen Vogue, vor allem schwarze Cocktailkleider. (dpa/jW)

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