Die Urteile zu den Erbschaftsteuerreformplänen der SPD stehen im Zeichen einer Sorge um das Wohl der Nation und das der Deutschen geheiligter Kuh: des Mittelstands.
Viele Kommentatoren trauen Donald Trump einen Militärschlag gegen Kuba zu, verweisen aber auf abwiegelnde Formulierungen des US-Präsidenten. Aussichten auf konterrevolutionären Krieg schrecken offenbar.
Während die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua über die Rosa-Luxemburg-Konferenz berichtet, glänzen deutsche Medien mit Ignoranz gegenüber dem größten Treffen deutschsprachiger Linker – mit Ausnahmen.
Bürgerliche Medien entdecken den Imperialismus für sich. In diesem Lichte steht das Abkommen der EU mit den Staaten des Mercosur beziehungsweise dessen Bewertung durch besagte Medien.
Trump darf bei Fox News und in der New York Times seinen Imperialismus rechtfertigen. Nichts setze seiner globalen Macht Grenzen – außer seiner eigenen Moral und seinem Verstand, so der US-Präsident.
Bürgerliche Politik ist bekanntlich eher Spektakel als Mitbestimmung. Bleibt ersteres aus, rumort es in den Medien: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner war Tennis spielen.
Donald Trump ist seit dem Militärschlag gegen Venezuela mehr als sonst von sich begeistert. Das reizt viele, sich den Kopf des US-Präsidenten zu zerbrechen. Der Journalist Gabor Steingart nannte das Trump-Astrologie
Die Welt erlebt die Wirkungen einer »Donroe-Doktrin«. Das Kofferwort besagt, dass die USA keine »raumfremden Mächte« in der von ihnen als exklusive Einflusszone betrachteten »westlichen Hemisphäre« dulden werden.
Deutsche Zeitungen sehen angesichts der Protestbewegung im Iran das Ende der »Islamischen Republik« nahen. Die Springerpresse hofiert dafür den Schahsohn. Doch dessen Einfluss im Iran tendiert gegen null.
Die Unionsparteien behelligen ihren Regierungspartner von der Sozialdemokratie mit der Forderung, neu zu verhandeln, was zu Beginn des Jahres 2025 als Regierungsprogramm erarbeitet worden ist.
Vorbei das Schreckensjahr, es folgt ein neues. Die Krise, die eine allgemeine der Produktionsweise ist, will einfach nicht vergehen und wird auch dem Jahr 2026 seine Konturen geben. In den Medien ist davon keine Rede.
Die Hofschreiber waren mal wieder so frei, die Regierungslinie zum Ukraine-Krieg mindestens zu 100 Prozent unters Volk zu bringen. Hoffnungen auf ein Ende dieses brutalen Abnutzungskriegs werden für unvernünftig erklärt.
Die Arbeitslosigkeit als gesellschaftliches Thema kehrt zurück. Die Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit sagt, die Wahrscheinlichkeit für Erwerbslose, einen neuen Job zu finden, sei »so niedrig wie nie zuvor«.
Unter Konservativen wächst die Kritik an Kanzler Merz. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gibt offen Kurs auf »Schwarz-blau« vor, denn »in der Wirtschaft gibt es Sehnsucht nach disruptiven Eingriffen«.
Die Gegner der Bürgergeld-»Reform« in der SPD haben ausreichend Unterschriften für ein Mitgliederbegehren dagegen gesammelt. Die FAZ sieht daraufhin das Gespenst des Sozialismus wieder durch die Partei tapsen.
Donnerstag zog sich der Journalist Robin Alexander von seiner Funktion als stellvertretender Welt-Chefredakteur zurück. Das war Anlass für einige Medien, sich mit der Annäherung Springers an die AfD zu beschäftigen.
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Jemand muss Ursula von der Leyen gesagt haben, dass Russland noch existiert und daran u. a. der Schweizer Rentner Jacques Baud schuld ist. Wegen Putin-Versteherei sind nun dessen Konten und die EU-Binnengrenzen gesperrt.