Ein guter Grund zum Feiern
Von Aktion und Kommunikation
Eigentlich noch kein Alter – doch für eine linke Zeitung sind 30 Jahre eine lange Zeit – genauso alt werden in diesem Jahr der Verlag 8. Mai, in dem die junge Welt erscheint, sowie die Genossenschaft, der dieser Verlag gehört. In diesen drei Jahrzehnten musste sich die junge Welt steter Angriffe der Staatsmacht erwehren und manche Schlacht schlagen. Dabei hat sich die einzige konsequent linke Tageszeitung Deutschlands entgegen aller Markttrends für gedruckte Zeitungen positiv entwickelt und Abonnenten und Käufer dazugewonnen. Und – nicht zuletzt – haben Zeitung und Verlag einen ganz eigenen inhaltlichen und grafischen Stil entwickelt – mit Werbekampagnen, die ohne Agenturen, nur dank der kreativen Leistungen der Belegschaft entstanden sind. Und mit jW-Titelseiten, die im Gedächtnis bleiben.
An die wechselhafte Geschichte und die Gründe, die 1995 zur Bildung von Verlag 8. Mai und der Genossenschaft der jungen Welt führten, erinnert die Beilage »30 Jahre Verlag 8. Mai«. Diese erscheint in der nächsten Woche am Mittwoch, dem 9. April, auf zwölf Seiten in der Tagesausgabe.
Dort lässt sich nachlesen, wie die damaligen Eigentümer die Traditionszeitung aus der DDR einstellen wollten – und die Belegschaft erst aus den Nachrichten davon erfuhr. Schnell war klar: Die junge Welt wird ab sofort in Eigenregie herausgegeben. Bis heute mussten Verlag und Redaktion etliche Auseinandersetzungen führen: Mit Linken, die sich zwar so nennen, aber »Antifaschismus« nur zusammen mit der NATO betreiben wollen, über einen vermeintlichen gerechten Krieg gegen Jugoslawien – und später gegen den Irak, gegen Libyen, gegen Afghanistan, gegen die schutzlose Bevölkerung der Stadt Gaza.
Wenn Sie sich für ein Stück Mediengeschichte, zugleich aber auch für die Geschichte der linken Bewegung in der BRD interessieren, sollten Sie die Beilage am 9. April auf keinen Fall verpassen. Sie bekommen Sie zusammen mit der Tagesausgabe der jungen Welt in jedem gut sortierten Pressefachhandel.
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