Leserbrief zum Artikel : Datenkrake Zensus 2011
vom 07.05.2011:
Als der Herr vom Zensus vor der Tür stand
Als der Herr vom Zensus vor der Tür stand
Ja, wir zählten zu den ,,Auserwählten" und sollten befragt werden. Nun gut, wir wollten das Formular online ausfüllen, also brauchte der Herr, der uns angekündigt war, gar nicht erst kommen. Weit gefehlt, das Formular, auf dem der persönliche Code steht, muss persönlich übergeben werden. Am Mittwoch war dann der ,,große Tag". Der gute Mann erschien also, fragte zwar nach dem Geburtsdatum, aber dass kann man sich schließlich ganz schnell besorgen. Dann drückte er uns das Formular in die Hand und wollte wieder abziehen. Das heißt, jeder der um die Zeit auf unserem Grundstück gestanden hätte und auch das Geburtsdatum wusste, hätte dann mit dem persönlichen Code, unseren Fragebogen online ausfüllen können. Soviel zum Datenschutz. Dann die berühmte Frage 8 zur Glaubensrichtung, zu der mann sich bekennt. Man muss sie nicht ausfüllen, aber, hätte man dann angekreuzt, Islam, dann kam die Frage nach den verschiedenen Richtungen, alevitisch, sunitisch oder gar schiitisch. Mein Mann meinte, kreuzen wir doch mal aus Spaß schiitischer Islam an. Ja hätte doch vielleicht, am nächsten Tag eine freundliche Gruppe schwarzer Gestalten mit Ski Maske (GSG 9), schwer bewaffnet vor der Tür gestanden. Wer weiß?
Aber jetzt kommt der Knüller, ab Frage 40 wird es interessant. Haben Sie in den letzten 4 Wochen etwas unternommen um Arbeit zu finden, da hört wohl das Jobcenter mit? Und dann die absolute Hinterhältigkeit. Könnten sie innerhalb der nächsten zwei Wochen eine bezahlte Tätigkeit aufnehmen? Natürlich, aus tiefster Seele, nein, hier in M-V kriegt man wahrlich überhaupt keine Arbeit, nicht mal was gering bezahltes. Aber dann kam mir der Gedanke, die Frage ist ja hypothetisch gestellt. Ja natürlich, können, könnte man, man ist ja in der Lage zu arbeiten, dass keine Arbeit da ist, spielt bei der Frage keine Rolle. Ja und dann kommen eben solche Aussagen zu Stande, die Leute wollen ja gar nicht arbeiten.
Also Augen auf beim Zensus.
Ja, wir zählten zu den ,,Auserwählten" und sollten befragt werden. Nun gut, wir wollten das Formular online ausfüllen, also brauchte der Herr, der uns angekündigt war, gar nicht erst kommen. Weit gefehlt, das Formular, auf dem der persönliche Code steht, muss persönlich übergeben werden. Am Mittwoch war dann der ,,große Tag". Der gute Mann erschien also, fragte zwar nach dem Geburtsdatum, aber dass kann man sich schließlich ganz schnell besorgen. Dann drückte er uns das Formular in die Hand und wollte wieder abziehen. Das heißt, jeder der um die Zeit auf unserem Grundstück gestanden hätte und auch das Geburtsdatum wusste, hätte dann mit dem persönlichen Code, unseren Fragebogen online ausfüllen können. Soviel zum Datenschutz. Dann die berühmte Frage 8 zur Glaubensrichtung, zu der mann sich bekennt. Man muss sie nicht ausfüllen, aber, hätte man dann angekreuzt, Islam, dann kam die Frage nach den verschiedenen Richtungen, alevitisch, sunitisch oder gar schiitisch. Mein Mann meinte, kreuzen wir doch mal aus Spaß schiitischer Islam an. Ja hätte doch vielleicht, am nächsten Tag eine freundliche Gruppe schwarzer Gestalten mit Ski Maske (GSG 9), schwer bewaffnet vor der Tür gestanden. Wer weiß?
Aber jetzt kommt der Knüller, ab Frage 40 wird es interessant. Haben Sie in den letzten 4 Wochen etwas unternommen um Arbeit zu finden, da hört wohl das Jobcenter mit? Und dann die absolute Hinterhältigkeit. Könnten sie innerhalb der nächsten zwei Wochen eine bezahlte Tätigkeit aufnehmen? Natürlich, aus tiefster Seele, nein, hier in M-V kriegt man wahrlich überhaupt keine Arbeit, nicht mal was gering bezahltes. Aber dann kam mir der Gedanke, die Frage ist ja hypothetisch gestellt. Ja natürlich, können, könnte man, man ist ja in der Lage zu arbeiten, dass keine Arbeit da ist, spielt bei der Frage keine Rolle. Ja und dann kommen eben solche Aussagen zu Stande, die Leute wollen ja gar nicht arbeiten.
Also Augen auf beim Zensus.