Dein roter Faden in wirren Zeiten
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Aus: Ausgabe vom 08.11.2014, Seite 14 / Leserbriefe

Kaltschnäuzig

Zu jW vom 1./2. November: »Die Welt fügt sich zum Muster«
Ich bin froh, dass ich mich von Kai Köhlers Rezension nicht habe abhalten lassen, diesen Film zu sehen. Sie ist kaltschnäuzig - »Man gönnt ja Salgado die Erholung von seinen Kriegserlebnissen.« -Salgado sagt selber von sich, die Erfahrungen in Ruanda haben ihn »krank« gemacht - muss er noch deutlichere Worte für seine Traumatisierung finden? Und sie trifft inhaltlich nicht: Einem Mann, der mit wissenschaftlichen Methoden exemplarisch und zum ersten Mal ein Stück Atlantischen Regenwald wieder aufforstet, ein romantisches Naturverständnis (als »das a+ndere«, das, was wir nicht sind) zu unterstellen.
»Natur« gibt es nicht - nur einen mehr oder weniger geglückten Umgang mit unserer natürlichen Umgebung. Nichts anderes habe ich bei Salgado gefunden.
Petra Lehmann, Trebbin

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