Antisemitische Widmung wohl von Exvizekanzler
Wien. Der frühere österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache hat offenbar Anfang der 1990er Jahre eine antisemitische Widmung in einem Exemplar der ebenfalls antisemitischen Hetzschrift »Jüdische Bekenntnisse« von Hans Jonak von Freyenwald hinterlassen, das erstmals 1941 veröffentlicht wurde. Wie die Süddeutsche Zeitung (Dienstagausgabe) berichtete, heißt es in der Eintragung: »Dieses Buch soll Dir einen Einblick in die jüdisch verworrene und machtlüsterne Gedankenwelt vermitteln.« Einem vom Blatt beauftragten Gutachter zufolge handele es sich »mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit« um Straches Handschrift. Dieser lies mitteilen, er könne sich weder an das Buch noch an eine solche Widmung erinnern. (dpa/jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Antifaschismus
-
Klotz in der Kritik
vom 03.06.2020 -
Protest gegen geplantes »Calmeyer-Haus«
vom 03.06.2020