Studie: Einseitiger Polittalk
Berlin. Vielfalt, die fehlt hierzulande in den bekanntesten öffentlich-rechtlichen »Polittalkshows«. Das betrifft vor allem die vier reichweitenstärksten Sendungen »Anne Will«, »Hart, aber fair«, »Maischberger« (alle ARD) und »Maybrit Illner« (ZDF). Zu diesem Ergebnis kommen Paulina Fröhlich und Johannes Hillje vom linksliberalen »Progressiven Zentrum« in ihrer am Dienstag vorgestellten Studie »Die Talkshow-Gesellschaft«. Für die Studie wurden mehr als 1.200 Sendungen der besagten TV-Gesprächsrunden aus den vergangenen drei Jahren ausgewertet. Untersucht wurde, welche gesellschaftspolitischen Themen und Personenkreise in öffentlich-rechtlichen Talkshows repräsentiert sind. Aufschlussreich ist dabei die einseitige Gästeauswahl: 42,6 Prozent der Eingeladenen sind Vertreter von Parteien, 22,9 Prozent sind Journalisten. Zusammengenommen kommen damit 65,5 Prozent der Gäste in den wichtigsten vier Polittalkshows aus Politik und Medien. (jW)
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