EMA macht Risikoanalyse zu Astra-Zeneca-Impfstoff

Amsterdam. Im Zusammenhang mit Fällen von Hirnthrombosen nach einer Impfung mit dem Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns Astra-Zeneca plant die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) nun eine Analyse zu Risiken und Nutzen des Vakzins. Dies teilte die Behörde am Mittwoch in Amsterdam nach einem Treffen der EU-Gesundheitsminister mit. Überprüft werden sollen die allgemeinen Daten zu Impfungen und zum Verlauf der Pandemie wie Infektionsraten, Aufnahmen in Krankenhäuser, Sterblichkeit und Krankheitshäufigkeit.
Die Analyse soll dann Entscheidungshilfe für nationale Gesundheitsbehörden sein. Auf diese Weise könnten sie die Risiken des Präparats im Vergleich zu den Vorzügen für das Impfprogramm einschätzen, hieß es. Trotz einiger seltener Fälle von Hirnvenenthrombosen gibt die EMA bisher uneingeschränkt grünes Licht für den Wirkstoff. Die Vorteile des Schutzes vor Covid-19 seien höher zu bewerten als die möglichen Risiken.
Dänemark hatte sich am Mittwoch offiziell als erstes EU-Land komplett vom Einsatz des Präparats verabschiedet. Die Impfkampagne werde ohne das Mittel fortgesetzt, gab der Direktor der dänischen Gesundheitsverwaltung, Søren Brostrøm, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt. (dpa/jW)
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