Damit alle sehen, wo wir stehen
1. Mai, Bremer Marktplatz. Es gab ein paar Reden, dann 60er Jahre-Rock, Würstchen und Bier. jW-Unterstützer Xavier war sehr verwundert: »So’n Volksfest, gar nicht politisch.« Xavier ist aus Peru, Student, und dachte nicht, daß in der jW-Gruppe alle so alt sind, will aber weiter durchhalten.
Frank, rockend, ist der zweitjüngste. Der Kuchen von Ingeborg und Frieda hat allen geschmeckt, während die Gruppe das jW-Feuilleton zu 80 Prozent ungenießbar findet. Daß die Zeitung demnächst größer werden soll, paßt uns auch nicht. Wir gehen mit der Zeitung ins Bett; wir wollen mit ihr kämpfen, aber nicht im Wind an der Haltestelle. Nun, sei’s drum. Zur jW gibt es keine Alternative. Also vorwärts zu unserem selbstgesteckten Ziel: 500 Abos in Bremen! Rechts im Bild unsere »Siegessäule«, fahrbar! Das Projekt hat der »Metaller« Erich gesponsert, der nach unserem Einsatz »ganz zufrieden« war: »Die Zeitung wird unter Kolleginnen und Kollegen zunehmend akzeptiert.« 900 Stück gingen weg – nicht gerade wie warme Semmeln, aber genausogut wie die Lebkuchenherzen des DGB. – Links hinten mit der Schirmmütze Frank Schwitalla vom Netzwerk Kuba und der Bremer Cuba-Gruppe, mit der wir den jW-Stand gern gemeinsam machen: Damit alle gleich sehen, wo wir stehen.
Doris Kachulle
links & bündig gegen rechte Bünde
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