IG Metall fordert Standorterhalt von G-Elit
Berlin. Der Berliner Werkzeughersteller G-Elit soll seine Produktion bis Ende 2025 einstellen. Das teilte das Management der schwäbischen Gühring-Gruppe, zu der G-Elit gehört, Ende Februar mit. Ein zweiter Betriebsteil mit Versand und Zentrallager sei nach bisherigen Plänen des Konzerns nicht betroffen, erklärte die IG Metall am Montag. Aber im Falle einer Sozialauswahl bei betriebsbedingten Kündigungen seien auch die Beschäftigten dort betroffen. »Wir fordern den Mehrheitseigner, Herrn Gühring, und das zentrale Management auf, ernsthaft über eine angepasste und realistische Fortführung der Produktion in Berlin zu verhandeln«, so Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Berlin.
In der Belegschaft stieß der Schließungsbeschluss auf Unverständnis, denn die Spezialwerkzeuge, die sie herstellen, seien weltweit gefragt. Das Hartmetallwerk in Berlin besitze zahlreiche Alleinstellungsmerkmale im Verbund der Gühring-Gruppe bis hin zur Beherrschung von technologischen Prozessen, »die nicht ohne weiteres in andere Werke übertragen werden können«, hieß es in der IG-Metall-Erklärung. Die Arbeitsplätze von rund 280 Beschäftigten in Berlin sind damit in Gefahr. (jW)
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