Wohin wir gehen
Die Direktorin des Georg-Kolbe-Museums in Berlin, Kathleen Reinhardt, soll den Deutschen Pavillon bei der Kunstbiennale in Venedig im kommenden Jahr kuratieren. Das teilte das Institut für Auslandsbeziehungen mit. Ein Auswahlgremium bestimmte sie demnach einstimmig als Kuratorin für den deutschen Beitrag bei dem weltbekannten Kunstereignis in Italien. Reinhardt wurde in Sondershausen (Thüringen) geboren. Sie studierte Literatur- und Kulturwissenschaften und Internationales Management an den Universitäten Bayreuth, Amsterdam und Los Angeles. An der Freien Universität Berlin promovierte sie zu afroamerikanischer Kunstgeschichte. Seit Dezember 2022 ist sie die Direktorin des Kolbe-Museums. Zuvor war Reinhardt von 2016 bis 2022 Kuratorin und Konservatorin für Gegenwartskunst am Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. »Kunstschaffende fragen in ihren Werken danach, wo wir stehen, wie wir hierhergekommen sind und vor allem, wohin wir gehen und wie dies aussehen und sich anfühlen könnte«, sagte Reinhardt. Die im Deutschen Pavillon betriebene kritische Auseinandersetzung mit Geschichte und Gesellschaft sei ein idealer Ausgangspunkt, diese Fragen zu stellen. Für die Benennung der kuratorischen Position beauftragte das Institut für Auslandsbeziehungen ein Gremium in einem zweistufigen Auswahlverfahren. Dazu gehörten der Vizepräsident der Berliner Akademie der Künste, Anh-Linh Ngo, und die ehemalige Direktorin der Berlin Biennale, Gabriele Horn. Die Kunstbiennale Venedig ist das älteste Forum für zeitgenössische Bildende Kunst. Neben der Documenta gilt La Biennale di Venezia zugleich als wichtigste Ausstellung für Gegenwartskunst und lockt alle zwei Jahre ein internationales Publikum in die Lagunenstadt. Die 61. Ausgabe ist vom 9. Mai bis zum 22. November 2026 geplant. 2024 hatte Çağla Ilk den Deutschen Pavillon kuratiert. (dpa/jW)
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