Dein roter Faden in wirren Zeiten
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Leserbriefe

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Leserbrief zum Artikel Erstschlag gegen Leser vom 07.04.2012:

Zieht den Mist vom Abo-Geld ab, Leute!

„Über Günter Grässlich und das Geschrei um ihn". Darüber macht Wiglaf Droste ein bösartiges Geschrei, das mit den Gemeinheiten des rechtslastigen Zynikers Henryk M. Broder in Springers „Welt" Schritt halten kann. Beide beleidigen, denn Argumente haben sie nicht.
--- H.M. Broder:
• Günter Grass habe "schon immer ein Problem mit den Juden" gehabt.
• Er habe keine der vielen Reden des iranischen Staatspräsidenten mitbekommen.
• Das "Maulheldentum" der vielen Reden des iranischen Staatspräsidenten nehme er nicht ernst.
• Er rechne sechs Millionen tote Juden gegen sechs Millionen tote deutsche Gefangene auf.
Und behauptet alsdann:
• Günter Grass‘ Gedicht sei eine logorrhoeischen Explosion (= ein psychopathologischer Befund: ungehemmte, überschießende Sprachproduktion).
• Günter Grass wolle seinen Seelenfrieden finden, deshalb solle Israel "Geschichte werden": „So sagt es der iranische Präsident, und davon träumt auch der Dichter".
• Grass sei der Prototyp des gebildeten Antisemiten.
• Grass habe schon immer zu „Größenwahn" geneigt, nun aber sei er vollkommen „durchgeknallt".
• Grass sei ein Dichter, aber „nicht ganz dicht".
Er begründet seinen paranoiden Wortdurchfall mit der Behauptung:
• „Die Deutschen werden den Juden nie verzeihen, was sie ihnen angetan haben."
--- W. Droste:
• Grass sei ein „vollverstrahlter Dichter"
• Grass schreibe „schlechte Prosa, woraus kein Gedicht wird"
• Grass glaube, er sei der „Aufmerksamkeit bedürftig"
• Grass würde „herumrhabarbern, wovon er nichts versteht"
• Grass Äußerungen seien „Heuchelei"
• alles von Grass sei „gelogen"
• Grass produzierte eine „in jeder Hinsicht armselige Veröffentlichung"
• Grass wolle „Vollalarm um seine Person"
• Grass sei eine „Attrappe"

Drostes Zweitschlag ist eine dümmliche Beleidigung für G. Grass sowie der "jw"-Leser. Sowas nach der paranoiden Militanz eines Schmierfinken namens H.M. Broder und dem schwachbrüstigen Wehklagen eines gemütskranken Schreibers M. Angele in „der Freitag" nun auch in der „jw"?
Harald Buwert
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