Reguläre Armee im Kosovo
Pristina. Das Parlament in Kosovo hat am Freitag einstimmig ein Gesetzespaket zur Schaffung einer regulären Armee beschlossen. Die »Kosovo-Sicherheitskräfte« (KSF) – derzeit eine 3.000 Mann starke Katastrophenschutzeinheit – sollen innerhalb von zehn Jahren zu einer Armee mit 5.000 Mann und leichter Bewaffnung ausgebaut werden. Die serbische Liste, die die serbische Minderheit im Kosovo vertritt, nahm mit ihren neun Abgeordneten nicht an der Sitzung teil. Serbien sieht in dieser Neuausrichtung eine existentielle Bedrohung für die 100.000 Serben im fast ausschließlich von Albanern bewohnten Kosovo, das sich 2008 völkerrechtswidrig und mit westlicher Hilfe von Serbien abgespalten hatte. Die Regierung in Pristina wies die Behauptung einer Bedrohung zurück. (dpa/jW)
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Leserbriefe zu diesem Artikel:
- Olivera Götz: Ideale Vasallen Auf die Umwandlung der terroristischen albanischen Einheiten der UCK des Kosovos der 90er Jahre in die Polizeieinheiten von Kosovo nach dem NATO-Krieg gegen Jugoslawien 1999 folgt nun eine weitere Umw...
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