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Aus: Ausgabe vom 14.10.2023, Seite 10 / Feuilleton
Literatur

Lieber später

Die palästinensische Autorin Adania Shibli wird nach dpa-Informationen nicht wie vorgesehen auf der Frankfurter Buchmesse geehrt. Sie sollte am 20. Oktober mit dem »Liberaturpreis« des Vereins Litprom ausgezeichnet werden, einer Auszeichnung für Autorinnen aus dem globalen Süden. Ihr Roman »Eine Nebensache« war von der Kritik hochgelobt, aber auch wegen angeblich antisemitischer Klischees kritisiert worden. Buchmessen-Direktor Juergen Boos sagte dazu am Freitag: »Angesichts des Terrors gegen Israel sucht Litprom nach einem geeigneten Rahmen der Veranstaltung zu einem Zeitpunkt nach der Buchmesse.« Der PEN-Berlin kritisierte die Entscheidung am Freitag. Im Zentrum des Romans steht ein Verbrechen aus dem Jahr 1949. Damals hatte ein Trupp israelischer Soldaten im Grenzgebiet zu Ägypten ein Beduinen-Mädchen vergewaltigt, umgebracht und verscharrt. 2003 fanden israelische Journalisten Dokumente über das Verbrechen und berichteten darüber in der Tageszeitung Haaretz. (dpa/jW)

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