USA: Handelsbarrieren gelistet, Zölle folgen
Washington. Zwei Tage vor dem von US-Präsident Donald Trump angekündigten Inkrafttreten von Zusatzzöllen hat das Büro des US-Handelsbeauftragten eine Liste vermeintlicher Handelshemmnisse veröffentlicht. Dessen jährlicher Bericht listete am Montag (Ortszeit) die Zölle diverser Handelspartner sowie nichttarifäre Barrieren auf, darunter Umwelt- und Qualitätsstandards der EU, etwa der Emissionsgrenzausgleich. Trumps sogenannte reziproke Zölle zielen darauf ab, solche Abgaben auszugleichen und andere Hemmnisse zu kompensieren. Er sprach von einem »Tag der Befreiung«, die EU von einem »Tag der Willkür«. Der Washington Post zufolge sei mit Zöllen in Höhe von 20 Prozent auf fast alle Güter des insgesamt drei Billionen schweren Imports zu rechnen. Die großen asiatischen Exportnationen China, Japan und Südkorea kündigten laut dem chinesischen Staatssender CCTV an, gemeinsam auf die Zölle zu reagieren und zwecks robusterer Lieferketten ihre Kooperation auszubauen. »Alle Szenarien wurden analysiert und bewertet«, schon am Donnerstag würde reagiert, hieß es gleichentags aus Taiwan. (Reuters/jW)
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