Manuskript der Artus-Sage entdeckt
Cambridge. In Cambridge wurden neue Manuskriptfragmente der Sage um König Artus entdeckt. Früheste schriftliche Quellen des Sagenzyklus stammen aus dem 12. Jahrhundert. Der nun gefundene handgeschriebene Text wurde um das Jahr 1300 herum verfasst und befand sich in dem Einband eines Besitzregisters aus dem 16. Jahrhundert. Bis 2019 lagerten die Seiten in der Universitätsbibliothek von Cambridge. Dort wurden die verblassten und beschädigten Fragmente nun von Forschern mit Hilfe von Mikrotomographie und digitalen Modellen wieder lesbar gemacht und analysiert. Der Text schildert zwei Szenen aus den Erzählungen über den legendären König Artus und den Zauberer Merlin. Die erste Szene berichtet vom Sieg König Artus’ über die heidnischen Sachsen. Die zweite schildert den Auftritt von Merlin, der sich in einen Harfenspieler verwandelt, bei einem Hoffest. Das Forscherteam um Irène Fabry-Tehranchi will in weiteren Untersuchungen klären, von welchem Kopisten die Seiten verfasst wurden und inwieweit sie sich von anderen Manuskripten der Saga unterscheiden. Das rekonstruierte Fragment ist auf der Homepage der Universität Cambridge frei verfügbar: cudl.lib.cam.ac.uk/collections/merlinfragment/1. (jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Natur & Wissenschaft
-
Not und Freiheit
vom 01.04.2025 -
Schicht im Orbit
vom 01.04.2025