Liechtenstein schafft Öffentlich-Rechtliche ab
Vaduz. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) in Liechtenstein ist Geschichte. Im einzigen Radiosender dieser Art im Kleinstaat sollte nach knapp 30 Jahren am Donnerstag um 18 Uhr der Sendebetrieb abgeschaltet werden, wie Radio Liechtenstein mit 25 Mitarbeitern selbst auf seiner Website mitteilte. Für einen privaten Weiterbetrieb war zu wenig Geld zusammengekommen. Hintergrund ist eine Volksabstimmung, bei der sich 2024 die Mehrheit für eine Privatisierung ausgesprochen hatte. Das Land wird seit dem Zweiten Weltkrieg praktisch immer von konservativen Parteien regiert. Der Vorstoß kam von der Partei »Demokraten pro Liechtenstein«, sie fand den Beitrag für den Sender von rund vier Millionen Euro im Jahr zu hoch. (dpa/jW)
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