Leserbrief zum Artikel »Eine gespaltene, autoritäre Persönlichkeit«
vom 27.05.2009:
Stasi Auftragsmord ist Schwachsinn
Gegen die Unterstellung, die Staatssicherheit der DDR hätte ihren IM Kurras veranlasst, Benno Ohnesorg zu ermorden, um in der BRD und Westberlin Empörung über die Klassenjustiz zu erzeugen, spricht folgendes:
Eine echte Gewissheit, dass die BRD-Justiz einen Polizisten freisprechen wird, der mitten auf einer Demonstration also umgeben von Zeugen, einen Menschen mit Absicht (was es ja dann wäre) erschießt, konnte die Staatssicherheit niemals gehabt haben! Es hätte doch auch sein können, dass Kurras verurteilt wird und im Knast landet! Dann hätten sie nicht nur einen Agenten weniger, die Gefahr wäre auch real gewesen, dass er im Knast die Auftragsgeber preisgibt. Niemals wäre die Stasi dieses Risiko eingegangen! Die SEW hätte einpacken können, wenn rausgekommen wäre, dass die DDR-Staatssicherheit linke Demonstranten erschießen lässt. Diejenigen, die einen solchen Auftragsmord unterstellen, müssen also selber erst einmal von der Voraussetzung ausgehen, dass Polizisten damals beliebige Demonstranten hätten erschießen können, ohne Gefahr zu laufen dafür bestraft zu werden! Das ist doch völlig Irre!
Und sie unterstellen zusätzlich, dass es unter keinen Umständen nicht doch auch ein Fall von Selbstverteidigung gewesen sein konnte, denn in einem solchen Falle, müsste man doch auch einem Stasi-Mitarbeiter die Möglichkeit zur Selbstverteidigung zugestehen. Nun also, wo das Feindbild stimmt, interessiert niemanden mehr das Geschwätz von gestern, es wird plötzlich ganz selbstverständlich von Klassenjustiz und vorsätzlichem Mord ausgegangen. Das ist schon dreist.
Andreas
Eine echte Gewissheit, dass die BRD-Justiz einen Polizisten freisprechen wird, der mitten auf einer Demonstration also umgeben von Zeugen, einen Menschen mit Absicht (was es ja dann wäre) erschießt, konnte die Staatssicherheit niemals gehabt haben! Es hätte doch auch sein können, dass Kurras verurteilt wird und im Knast landet! Dann hätten sie nicht nur einen Agenten weniger, die Gefahr wäre auch real gewesen, dass er im Knast die Auftragsgeber preisgibt. Niemals wäre die Stasi dieses Risiko eingegangen! Die SEW hätte einpacken können, wenn rausgekommen wäre, dass die DDR-Staatssicherheit linke Demonstranten erschießen lässt. Diejenigen, die einen solchen Auftragsmord unterstellen, müssen also selber erst einmal von der Voraussetzung ausgehen, dass Polizisten damals beliebige Demonstranten hätten erschießen können, ohne Gefahr zu laufen dafür bestraft zu werden! Das ist doch völlig Irre!
Und sie unterstellen zusätzlich, dass es unter keinen Umständen nicht doch auch ein Fall von Selbstverteidigung gewesen sein konnte, denn in einem solchen Falle, müsste man doch auch einem Stasi-Mitarbeiter die Möglichkeit zur Selbstverteidigung zugestehen. Nun also, wo das Feindbild stimmt, interessiert niemanden mehr das Geschwätz von gestern, es wird plötzlich ganz selbstverständlich von Klassenjustiz und vorsätzlichem Mord ausgegangen. Das ist schon dreist.
Andreas