Leserbrief zum Artikel »Eine gespaltene, autoritäre Persönlichkeit«
vom 27.05.2009:
War Adolf Hitler hauptberuflich NKWD Mitarbeiter
War Adolf Hitler hauptberuflich NKWD Mitarbeiter
Die "Enthüllungen" über Kurras' Stasivergangenheit könnten den feuchten Träumen konservativer Historiker entstammen und passen wie der "Arsch auf den Eimer" bürgerlicher Geschichtsschreibung und Geschichtsbewältigung, wie sie im Nachkriegsdeutschland ihre traurige Tradition hat.
Es steht zu befürchten, dass die nächsten "Enthüllungen" belegen, dass auch
Josef Erwin Bachmann Stasiagent war und Adolf Hitler hauptberuflich für den NKWD gearbeitet hat. Dann könnte die Geschichte des letzten Jahrhunderts auf einen Rutsch so umgeschrieben werden, wie sie das Zentralorgan der Hirntoten, die "Bild" ,seit eh und je predigt.
Beeindruckend finde ich die "neue Sensibilität" konservativer Medien und Politiker, die meinen, dass die Geschichte nach 68 aufgrund von Kurras' Stasivergangenheit neu geschrieben werden muss. Die gleiche Sorte Medien und Politiker, die in den 50er, 60er und 70er Jahren den alten Nationalsozialisten, die in Brigadestärke in Politik, Justiz, Polizei und Wirtschaft neue Karrieren machten, demokratische Gesinnung attestierten und nicht im Entferntesten daran dachten, dass diese Tatsachen Grund für eine Neuschreibung der Nachkriegsgeschichte wären.
Angesichts der Renegatenoffensive der letzten Jahre, in der Leute wie Götz Aly usw. versucht haben, die Geschichte der 68er aus den Symptomen ihrer individuellen Krankengeschichte abzuleiten und zu interpretieren, passen diese neuen "Enthüllungen" wie die Faust aufs Auge.
Wenn man eine provokante These aufstellt, die dem herrschenden Zeitgeist den Bauch pinselt, wird diese begierig aufgenommen und entfaltet alleine durch ihre massive mediale Präsenz eine Wirkung, unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt und ihrer Verifizierbarkeit.
Zum momentan herrschenden Zeitgeist gehört es, jeden emanzipativen Prozess der Nachkriegsgeschichte auf seine Denunzierbarkeit und Umkehrbarkeit abzuklopfen.
Die "Enthüllungen" über Kurras' Stasivergangenheit könnten den feuchten Träumen konservativer Historiker entstammen und passen wie der "Arsch auf den Eimer" bürgerlicher Geschichtsschreibung und Geschichtsbewältigung, wie sie im Nachkriegsdeutschland ihre traurige Tradition hat.
Es steht zu befürchten, dass die nächsten "Enthüllungen" belegen, dass auch
Josef Erwin Bachmann Stasiagent war und Adolf Hitler hauptberuflich für den NKWD gearbeitet hat. Dann könnte die Geschichte des letzten Jahrhunderts auf einen Rutsch so umgeschrieben werden, wie sie das Zentralorgan der Hirntoten, die "Bild" ,seit eh und je predigt.
Beeindruckend finde ich die "neue Sensibilität" konservativer Medien und Politiker, die meinen, dass die Geschichte nach 68 aufgrund von Kurras' Stasivergangenheit neu geschrieben werden muss. Die gleiche Sorte Medien und Politiker, die in den 50er, 60er und 70er Jahren den alten Nationalsozialisten, die in Brigadestärke in Politik, Justiz, Polizei und Wirtschaft neue Karrieren machten, demokratische Gesinnung attestierten und nicht im Entferntesten daran dachten, dass diese Tatsachen Grund für eine Neuschreibung der Nachkriegsgeschichte wären.
Angesichts der Renegatenoffensive der letzten Jahre, in der Leute wie Götz Aly usw. versucht haben, die Geschichte der 68er aus den Symptomen ihrer individuellen Krankengeschichte abzuleiten und zu interpretieren, passen diese neuen "Enthüllungen" wie die Faust aufs Auge.
Wenn man eine provokante These aufstellt, die dem herrschenden Zeitgeist den Bauch pinselt, wird diese begierig aufgenommen und entfaltet alleine durch ihre massive mediale Präsenz eine Wirkung, unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt und ihrer Verifizierbarkeit.
Zum momentan herrschenden Zeitgeist gehört es, jeden emanzipativen Prozess der Nachkriegsgeschichte auf seine Denunzierbarkeit und Umkehrbarkeit abzuklopfen.