Dein roter Faden in wirren Zeiten
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Leserbrief zum Artikel »Eine gespaltene, autoritäre Persönlichkeit« vom 27.05.2009:

Geschichts-Knopping durch Verbirthlerung

Wer einen Kalten Krieg vom Zaun bricht, schafft schizophrene Lebensumstände. Und die beförderten schizophrene Typen in Ost und West nach oben.
Ruhig Blut, möchte man jetzt sagen: Wenn wir 1990 einen Beitritt in eine Demokratie hatten, muss die Geschichtsbetrachtung rechtsstaatlichen Mindestgrundsätzen genügen. Wenn der Kalte Krieg 1990 wirklich beendet worden ist, sollten wir auf weitere Geräusche und Dämpfe aus seinem Mastdarm verzichten. In jedem Wahlkampf lässt die Birthler- Behörde ein paar Ferkel von der Leine. Zusammenwachsen in Ost und West geht aber nur durch plakative Wahrheit. Fakt ist: Die Stasi hat einen Menschen für Infos bezahlt als er noch kein Mörder war. Das sie nach den Ohnesorg- Geschehnissen jegliche Zusammenarbeit eingestellt hat, nehme ich zur Kenntnis. Die West-Berliner Polizei hingegen hatte kein Problem mit einem Mörder (wie er jetzt genannt wird)weiter zu arbeiten. Jeder kann in Zeitungs-,Rundfunk- und Fernseharchive gehen und die damaligen Geschehnisse in ihrer zeitlichen Abfolge betrachten. Dort wird auch der Zündpunkt für die Studentenunruhen genau auszumachen sein. Es war der, vom Verdacht der „fahrlässigen Tötung" freigesprochene Herr Kurras, der ungerührt in die Kameras grinste. "Geschichts- Knopping" hilft nicht weiter. Die Totschlag-Medien tanzen. Und an der Art, wie sie sich in der Geschichte bewegen, hab ich mir längst mein B…..,gemacht. Verbirthlern ist mir zu blöd!
Bernd Goldammer
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