Ukrainischer Grenzschutz verhindert Flucht von 20 Männern

Mohyliw-Podilskyj/Tscherniwzi/Mukatschewe. Der ukrainische Grenzschutz hat 20 wehrpflichtige Männer in der Westukraine an der Flucht über die grüne Grenze gehindert. Einer Mitteilung vom Mittwoch zufolge wurden 13 Geflüchtete in einem Waldstück in der Nähe der Grenze zur Republik Moldau im Gebiet Winnyzja aufgegriffen. Im benachbarten Gebiet Bukowina wurden einer anderen Mitteilung zufolge sieben weitere Männer an einer Flucht nach Rumänien gehindert.
Zudem fanden Grenzschützer im Gebiet Transkarpatien einen ertrunkenen Mann im Grenzfluss Tyssa (Theiß) an der ungarischen Grenze. Es war offiziellen Angaben zufolge der 35. im Fluss Ertrunkene auf ukrainischer Seite seit Kriegsbeginn. Im gleichen Gebiet ist Medienberichten zufolge einer Gruppe von 18 Männern die Flucht ins benachbarte Ungarn gelungen. Eine Drohne des Grenzschutzes entdeckte demnach nur noch einen zurückgelassenen Kleinbus und ein Loch im Grenzzaun.
Mit der Mobilmachung für den Krieg wurde in der Ukraine ein Ausreiseverbot für wehrpflichtige Männer im Alter zwischen 18 und 60 Jahren angeordnet. Wegen hoher Verluste benötigt die Armee ständig neue Soldaten. Mitte Mai traten verschärfte Regeln für die Wehrerfassung in Kraft. Beinahe täglich gibt es neue Videoaufnahmen von Zwangsrekrutierungen und Konflikten mit Rekrutierern der Armee. Zehntausende wehrpflichtige Ukrainer sind trotz Ausreiseverbots bereits mit gefälschten Dokumenten über die grüne Grenze ins sichere Ausland geflohen. (dpa/jW)
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