Sondierungen von Union und SPD beginnen bereits am Freitag

Berlin. Union und SPD nehmen bereits wenige Tage nach der vorgezogenen Bundestagswahl Sondierungsgespräche auf. Das erste Gespräch ist bereits für Freitag geplant, wie dpa am Donnerstag aus Parteikreisen erfuhr. Bei dem Treffen dürfte darum gehen, erste grobe Linien und einen Zeitplan für die Koalitionsverhandlungen abzustecken. Den Informationen zufolge entsenden beide Seiten je neun Verhandler. Für die SPD sitzen demnach die Parteichefs Lars Klingbeil und Saskia Esken am Tisch, außerdem Verteidigungsminister Boris Pistorius und Arbeitsminister Hubertus Heil. Ebenfalls im Verhandlungsteam: Generalsekretär Matthias Miersch, Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, die beiden Ministerpräsidentinnen Manuela Schwesig und Anke Rehlinger sowie der Chef der nordrhein-westfälischen SPD, Achim Post.
Für die Union sondieren nach Informationen demnach CDU-Chef Friedrich Merz, der CSU-Vorsitzende Markus Söder sowie die Generalsekretäre Carsten Linnemann (CDU) und Martin Huber (CSU). Daneben sitzen am Tisch: Unions-Fraktionsgeschäftsführer Thorsten Frei, CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, die stellvertretende CDU-Vorsitzende Karin Prien und die CSU-Politikerin Dorothee Bär.
Im neuen Bundestag hat die Union, die wie alle anderen Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen hat, nur zusammen mit der SPD ein parlamentarische Mehrheit. Merz hat wiederholt deutlich gemacht, dass er etwa bis Ostern eine Regierung bilden möchte. Klingbeil hat sich diesbezüglich zurückhaltend gezeigt und deutlich gemacht, dass es keinen Automatismus einer Regierungsbeteiligung gebe: »Ob es zu einer Regierungsbildung kommt, ob die SPD in eine Regierung eintritt, das steht nicht fest«, sagte er. Über eine mögliche Regierungsbeteiligung will die SPD ihre Mitglieder entscheiden lassen. (dpa/jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Inland
-
»Ein Vorteil ist: Wir sind verankert«
vom 28.02.2025 -
Rufzeichen »Schnitzel«
vom 28.02.2025 -
Hochschulen zum Tatort erklärt
vom 28.02.2025 -
Lieferkettensäge aus Brüssel
vom 28.02.2025 -
Widerstand für Widerstände
vom 28.02.2025 -
»Sie kritisieren die Politik der CDU«
vom 28.02.2025