Guido Westerwelle prophezeite Anfang des Jahres eine geistig-moralische Wende. Davon ist nichts zu spüren, selbst die Sehnsucht danach verlischt.
Aus dem Leitartikel der Welt
Wer diesen Staat in Zukunft noch finanzieren will, der darf nicht denen die Freude an der Arbeit nehmen, die dazu mit ihren Steuern und Abgaben den Löwenanteil beitragen.
Die Westdeutsche Zeitung zur Diskussion um eine höhere Besteuerung großer Vermögen und Einkommen
Gerechtigkeit ist eine gefühlte Größe, die sich jeder Mensch nach seiner Perspektive zusammenbastelt.
Berliner Morgenpost zum Kürzungspaket der Bundesregierung
Wer Geld aus dem 500 Milliarden-Rettungsschirm für den Euro beantragt, gibt seine Souveränität auf.
Der Vorsitzende des Europäischen Gewerkschaftsbundes, John Monks, auf handelsblatt online
Also ich bin jetzt 70, und das wäre ein Armutszeugnis für jede große Institution, wenn sie die 70jährigen reaktivieren müßte.
Bundespräsidentenkandidat Joachim Gauck. Mit dieser Äußerung wurde er am Wochenende mehrfach im Fernsehen zitiert
Mutti bekommt Schwiegersohn
Schlagzeilen von spiegel online und Financial Times Deutschland zur Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Niedersachsens Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) für das Amt des Bundespräsidenten zu nominieren.
Es wäre eine Schande, wenn Schwarz-Gelb mit falscher Prioritätensetzung beim Sparen dieses kulturpolitische Projekt von Weltbedeutung gefährden würde.
Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse zur Diskussion um die Verschiebung des Wiederaufbaus des Berliner Hohenzollernschlosses
Großdeutschland ist zwar zu klein, um sich international durchzusetzen, aber es ist groß genug, um Schaden anzurichten.
Die Financial Times Deutschland über die Rolle der BRD in der EU und weltweit
Angesichts der gigantischen Staatsverschuldung »brauchen wir ein völlig neues Denken, nennen wir das ruhig: echte Notstandsgesetze«.
Der Intendant des Berliner Ensembles, Claus Peymann im Stern zur Debatte um die Haushaltssanierung
Wären noch im November 1989 drei sowjetische Panzer aufgefahren – einer an der Friedrichstraße, einer an der Bornholmer Straße und einer in Reserve –, es wäre Ruhe gewesen.
Berlins früherer Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) in der Zeitschrift Deutschland Archiv über die Öffnung der DDR-Grenze zu Westberlin
Ich habe keine Freunde in der Unterschicht. Aber ich gehöre zu denen, die mit der U-Bahn durch Berlin fahren. Das ist eine authentische Kontaktzone.
Der Historiker Paul Nolte in der Süddeutschen Zeitung
Er wollte keine neue Militärdoktrin für Deutschland verkünden, sondern nur deutlich machen, daß Deutschland mit seinem Einsatz in Afghanistan einen Beitrag zur internationalen Sicherheit und Stabilität leistet.
Ruprecht Polenz (CDU-Bundestagsfraktion) gegenüber Deutschlandradio zu Bundespräsident Horst Köhler, der wirtschaftliche Interessen als Grund für den Krieg in Afghanistan angegeben hatte.
Was beide verbindet, ist ein Krisenkapitalismus, der von einer Katastrophe in die nächste taumelt.
Kommentar des Tages-Anzeigers aus Zürich zum Zusammenhang zwischen den Krisen im Golf von Mexiko und bei Finanzen und Banken
Mappus ist ein schwäbischer Rambo, den man stoppen muß, bevor er Unheil anrichten kann.
Grünen-Chefin Claudia Roth zur WAZ-Mediengruppe über Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU), der forderte, die AKW-Laufzeiten ohne Zustimmung des Bundesrates zu verlängern