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Aus: Ausgabe vom 02.08.2024, Seite 11 / Feuilleton
Erinnerungskultur

Keine Grenze

Der nach der Holocaust­überlebenden Margot Friedländer (102) benannte Preis wird 2024 erstmals von der im vergangenen Jahr geschaffenen Friedländer-Stiftung vergeben. Damit wolle Friedländer Menschen auszeichnen, die sich mit Aktionen für Toleranz und gegen Antisemitismus oder Demokratiefeindlichkeit etwa in Schulen, Hochschulen, Bürgerinitiativen, Vereinen oder Betrieben einsetzten, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Die Vergabe ist für November in Berlin vorgesehen. Die als jüdische Deutsche 1921 in Berlin geborene Friedländer wurde 1944 von den Nazis ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Als einzige ihrer Familie überlebte sie den Holocaust. Nach mehr als sechs Jahrzehnten im New Yorker Exil kehrte Friedländer im Alter von 88 Jahren nach Berlin zurück. Der Margot-Friedländer-Preis wurde von 2014 bis 2023 von der Schwarzkopf-Stiftung gemeinsam mit Friedländer an Jugendliche vergeben, die sich in Projekten mit dem Holocaust und den Folgen auseinandersetzten. Den Angaben zufolge wurde die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung neu konzipiert. Sie kann nun ohne Altersgrenze an Einzelpersonen oder Initiativen von Gruppen gehen. Das Preisgeld soll für die Weiterführung des Engagements verwendet werden. (dpa/jW)

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