Nachschlag: Dit is Berlin

Reduziert man Berlin auf seine Stereotype, vereinen sich Rotzigkeit, Harald Juhnke und Hedonismus zu einem bunten Potpourri, auf das besonders gerne Touristen anspringen. Die halten das wiederum für das »echte« Berlin – auch weil ihnen das von diversen Fernsehproduktionen weisgemacht wird. »Späti«, nicht nur ein weiteres berühmtes Berliner Klischee, sondern eine gleichnamige Serie, die zum gefühlt tausendsten Mal die Berlin-Klaviatur bespielt, ist seit Freitag in der ZDF-Mediathek abrufbar. Die handelt von Fred (Wilson Gonzalez Ochsenknecht), einem sinnsuchenden Herumtreiber, der plötzlich ohne Job und Freundin dasteht. Da der Neuköllner Ladenbesitzer Hakan – auch so ein Stereotyp – plötzlich in die Türkei abreisen muss, übernimmt Stammkunde Fred im Spätkauf das Kommando. Ochsenknecht, der hauptsächlich seinen Schauspielervater Uwe imitiert, kalauert sich durch eine uninspirierte Story. Denn schon Olli Dittrich als Thekenphilosoph »Dittsche« debattierte über Politik und Weltschmerz. (mo)
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