Platz am Verhandlungstisch: Scholz telefoniert mit Selenskij
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Berlin. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij haben in einem Telefonat bekräftigt, dass bei künftigen Gesprächen über einen Frieden in der Ukraine diese auch mit am Verhandlungstisch sitzen muss. Scholz und Selenskij hätten sich »über die aktuelle militärische und humanitäre Lage ausgetauscht sowie über Wege hin zu einem gerechten Frieden in der Ukraine«, erklärte Regierungssprecher Steffen Hebestreit nach dem Telefongespräch am Freitag. Beide Politiker seien sich einig gewesen, dass Fragen zur Sicherheit Europas gemeinsam mit den Europäern erörtert werden müssten. Die US-Regierung führt derzeit Gespräche mit Russland. Washington und Moskau vereinbarten am Dienstag in Riad Verhandlungen zur Beilegung ihrer Differenzen und zur schnellen Beendigung des Ukraine-Kriegs. Weder EU-Staaten noch die Ukraine waren zu den Gesprächen eingeladen, an denen unter anderen US-Außenminister Marco Rubio und sein russischer Kollege Sergej Lawrow teilnahmen. US-Präsident Donald Trump stellte zudem ein baldiges Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Aussicht. Hebestreit sagte mit Blick auf das Telefonat, der Kanzler habe versichert, »dass Deutschland die Ukraine in enger Abstimmung mit europäischen und internationalen Partnern weiter und so lange unterstützen werde, bis ein gerechter und dauerhafter Frieden erreicht ist«. (AFP/jW)
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