Saarland: Kein Geld an Parteijugenden
Saarbrücken. Die saarländische Staatskanzlei hat entschieden, die Richtlinie zur Förderung politischer Jugendorganisationen nicht zu verlängern. Das berichtete die Saarbrücker Zeitung am Freitag. Ab 2026 werden keine Mittel mehr an die Jugendorganisationen der Parteien ausgeschüttet. Die Entscheidung beruht auf der Einschätzung, dass die aktuelle Praxis »mit großer Sicherheit rechtswidrig« ist, erklärte David Lindemann (SPD), Chef der Staatskanzlei am Freitag. Hintergrund ist ein Gutachten, das Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Förderung aufwarf, da sie ohne gesetzliche Grundlage erfolgt und teilweise auch Allgemeinkosten der Parteien übernimmt. Diese Praxis führe zu einer indirekten Parteienfinanzierung und verstoße gegen den Grundsatz der Staatsferne. Die Gelder sollen künftig der Landeszentrale für politische Bildung zugute kommen. (jW)
links & bündig gegen rechte Bünde
Jetzt den kostenlosen jW-Newsletter abonnieren – täglich das Beste aus der Tageszeitung junge Welt, direkt in Ihr Postfach. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich niemals an Dritte weitergegeben.
Mehr aus: Inland
-
»Es geht darum, wie Ostarchitektur angesehen wird«
vom 31.03.2025 -
Gegen US-Raketen
vom 31.03.2025 -
Streit um Russland-Sanktionen
vom 31.03.2025 -
Anzeige gegen israelischen Soldaten
vom 31.03.2025 -
Trump setzt auf Powerplay
vom 31.03.2025 -
Agroindustrielle lobbyieren erfolgreich
vom 31.03.2025 -
»Sie wollen Proteste gegen die IAA minimieren«
vom 31.03.2025