Ärzte ohne Grenzen: Israels Armee tötet erneut Mitarbeiter

Genf. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat am Freitag den Tod eines weiteren Mitarbeiters im Gazastreifen bekannt gegeben. Hussam Al Loulou und Familienmitglieder von ihm seien am Dienstag morgen bei einem Luftangriff getötet worden, erklärte die Organisation. »Unser Mitarbeiter Hussam wurde nach der Wiederaufnahme der Angriffe durch die israelische Armee getötet – wie hunderte weitere Menschen im gesamten Gazastreifen«, hieß es. Damit stieg die Gesamtzahl der im Gaza-Krieg getöteten MSF-Mitarbeiter nach Angaben der Organisation auf elf. Der 58jährige war den Angaben zufolge Wachmann einer Notaufnahme in der südlichen Stadt Chan Junis. Auch seine Frau und seine 28jährige Tochter seien bei dem »entsetzlichen Angriff« im Südwesten von Deir al-Balah getötet worden, hieß es weiter. MSF lobte Hussams »Selbstlosigkeit, Bescheidenheit und aufrichtige Fürsorge für die Menschen um ihn herum«. Der Getötete hinterlässt demnach zwei Söhne. Im Gaza-Krieg haben bereits hunderte Mitarbeiter von Hilfsorganisationen ihr Leben verloren. Die Gesamtzahl der Getöteten liegt bei 50.609, die Angaben können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden. (AFP/jW)
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