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Tag der politischen Gefangenen

junge Welt hinter Gittern

Freiabonnements für Gefangene ermöglichen Informationen im Knast

Von Aktionsbüro
Foto: Po-Ming Cheung
Solidarität mit Gefangenen: In diesem Fall vor den Mauern (Berlin-Moabit, 18.3.2025)

Der 18. März ist der Tag der politischen Gefangenen. »Niemand, der als Teil der emanzipatorischen und revolutionären Linken eingesperrt wird, wird einfach wegen seiner angeblichen oder tatsächlichen Taten zur Gefangenschaft gezwungen. Wir sitzen alle aufgrund des staatlichen Willens, die Geschichte revolutionärer Kämpfe zu delegitimieren, und zur Abschreckung der Kämpfe der Zukunft im jahrelangen Elend der Gefängnisse.« Daniela Klettes Grußwort an die diesjährige Rosa-Luxemburg-Konferenz ist aktuell.

Unter dem kapitalistischen Gefängnissystem leiden nicht nur politische Gefangene, auch Armut und soziale Ausgrenzung verleiten zu kriminalisierten Handlungen. Im geschlossenen System der Knäste ist das Grundrecht auf Informationen nicht gewährleistet, die Möglichkeit »sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten« (Artikel 5 des Grundgesetzes) nicht unbedingt gegeben. Limitierte Medienetats der Haftanstalten sorgen für eine spärliche Ausstattung der Bibliotheken. Das Internet ist nur in Ausnahmefällen zu nutzen. Und Gefangenen werden weitere Steine in den Weg gelegt: Zeitungen sind beziehbar. Doch lediglich im Abonnement. Und auf eigene Kosten.

Viele Gefangene können sich aus eigenen Mitteln kein Abonnement leisten. Die Tageszeitung junge Welt, die auch hinter Gittern gern gelesen wird, bietet zwei Möglichkeiten der Unterstützung Gefangener:

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Die jW-Abospende, bei der Unterstützer Abonnements ermöglichen. Bei Interesse freut sich das Aktionsbüro über Ihren Anruf.

Darüber hinaus arbeitet die junge Welt mit dem Verein »Freiabos für Gefangene« zusammen, der dank Spenden Gefangene mit Zeitungen und Zeitschriften beliefern kann, darunter mit unserer Zeitung.

Gedruckte Zeitungen sind für Gefangene eine wichtige und unverzichtbare Informationsquelle. Anlässlich des Tages der politischen Gefangenen rufen wir zu Spenden für Knastabos auf.

Bitte spenden Sie die junge Welt für Gefangene zum Preis von 36,90 Euro monatlich, 212,50 Euro für ein Halbjahres- oder 420,60 Euro für ein Jahresabo – oder überweisen Sie einen Betrag Ihrer Wahl an:

Spenden bitte auf folgendes Konto:
Freiabonnements für Gefangene e. V.
SozialBank Kennwort: junge Welt
IBAN: DE06 3702 0500 0003 0854 00
BIC: BFSWDE33BER

Spenden an den Verein »Freiabonnements für Gefangene« können Sie von der Steuer absetzen

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.03.2025, Seite 16, Aktion

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