Dein roter Faden in wirren Zeiten
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Aus: Ausgabe vom 05.04.2025, Seite 6 / Ausland

USA: Geheimdienstchef gefeuert

Washington. Der Direktor des US-Geheimdienstes NSA, General Timothy Haugh, ist laut US-Medienberichten entlassen worden. Die Washington Post berichtete am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf Regierungsvertreter, auch die NSA-Vizechefin Wendy Noble sei gefeuert worden. Die ultrarechte Aktivistin Laura Loomer hatte sich bei einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Mittwoch für die beiden Entlassungen an der NSA-Spitze eingesetzt, wie sie selbst gegenüber der Washington Post und auf X berichtete. Haugh und Nobel hätten sich »illoyal« gegenüber Trump verhalten. Die NSA ist der größte Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten und auf die Überwachung elektronischer Kommunikation spezialisiert.

Loomer hatte laut US-Medienberichten bei ihrem Treffen mit Trump auch für die Entlassung mehrerer Mitarbeiter des Nationalen Sicherheitsrats (NSC) plädiert, die dann erfolgte. Sechs Menschen seien nach dem Treffen Trumps mit ihr entlassen worden, berichtete die New York Times am Donnerstag (Ortszeit). Zu den Berichten sagte Trump zu Reportern: »Wir werden immer Leute entlassen – Leute, die wir nicht mögen, oder Leute, die uns ausnutzen, oder Leute, die vielleicht jemand anderem gegenüber loyal sind.« Loomer bezeichnete er als »große Patriotin«. Sie sei jedoch »überhaupt nicht« in die von Medien gemeldeten Entlassungen beim Nationalen Sicherheitsrat involviert gewesen. Der NSC wurde zu Beginn des Kalten Krieges ins Leben gerufen und ist dem Weißen Haus direkt unterstellt. Trump hat den »Falken« Mi­chael Waltz als dessen Vorsitzenden ausgewählt, der für eine interventionistische außenpolitische Ausrichtung steht – im Kontrast zu Trumps isolationistischer Rhetorik. (AFP/jW)

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