Leserbrief zum Artikel Parteien: Kommunisten in Not
vom 25.08.2017:
Reformismus oder Kommunismus?
Der Konflikt in der DKP läuft letztlich auf die Fragen hinaus: Will die Partei ein klassenkämpferisches Profil, oder will sie für weichgespülten Reformismus stehen? Will sie den Kapitalismus überwinden oder lediglich »verschönern«? Deutlich wurde das in Sachen Griechenland: Während die Mehrheit fest hinter der griechischen Bruderpartei KKE stand, betätigte sich die Minderheit als Cheerleader für die reformistisch orientierte Syriza – und einige davon tun das selbst heute noch. Das ist nur ein Beispiel für die Haltung der oppositionellen Fraktion, für die offenbar alles »sektierisch« ist, was für Klassenkampf und Revolution steht. »Sektierertum« vermeiden bedeutet für diese Kreise wohl, offen für alles zu sein, was den Lehren von Marx und Lenin widerspricht. Es fragt sich, warum diese Personen überhaupt noch in einer kommunistischen Partei sind – eine Partei, die den gewesenen Sozialismus mit Dreck bewirft und den realen Kapitalismus »gerechter gestalten« will, gibt es doch bereits. Und bessere Karrierechancen bietet sie allemal ...