Dein roter Faden in wirren Zeiten
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Leserbrief zum Artikel Parteien: Kommunisten in Not vom 25.08.2017:

Revisionisten in Not

Nicht die Kommunisten sind »in Not«, sondern die parteifeindliche revisionistische Spalterfraktion (...) – schlimm genug, dass diese über lange Jahre und Jahrzehnte in der Führung der Partei saß. Überdies beschränken sich die – journalistisch arg verkürzt dargestellten – »Streitpunkte« natürlich auch nicht allein auf die Europäische Linkspartei und die Beteiligung an der Bundestagswahl – vielmehr geht es in der Auseinandersetzung letztlich um das wesentliche und unverzichtbare Fundament einer kommunistischen Partei: den Marxismus-Leninismus, seine Erhaltung oder Liquidierung.
Jedenfalls wird jeder Marxist-Leninist (ob Mitglied der DKP, anderswo organisiert oder parteilos) die – nach vielen vergeblichen (und schließlich auch irgendwann einmal überflüssigen) Gesprächen – nun endlich im Juni getroffene Entscheidung des Parteivorstands, den Bezirk Südbayern aufzulösen und auf dem bevorstehenden 22. Parteitag einen Unvereinbarkeitsbeschluss gegen die »Netzwerker« herbeizuführen, uneingeschränkt begrüßen! Mögen diese Leute, die man selbst bei Anwendung großzügigster Maßstäbe nicht mehr als Kommunisten bezeichnen kann, als »Netzwerker«, »Marxistische Linke« oder was immer auch sonst ihr Dasein im opportunistischen Sumpf fristen – in der Partei haben sie nichts zu suchen.
Sicherlich wäre es für die Leser der jungen Welt von Interesse, die Position des Parteivorstands unter unsere-zeit.de/de/4933/21/6235/Verantwortung-wahrgenommen.htm (Artikel des Genossen Köbele in der UZ vom 18.8.2017) nachzulesen.
Johann Woydt
Veröffentlicht in der jungen Welt am 26.08.2017.
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