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Patriotischer Denker des Tages: Christoph de Vries

Foto: IMAGO/Political-Moments
Prüft, wer »auf der Seite Deutschlands« steht: Christoph de Vries (Berlin, 9.11.2023)

Zwar zieht so ziemlich die gesamte veröffentlichte Meinung mit, wie sich das gehört – aber im Regierungsviertel ist natürlich aufgefallen, dass die ohne Vorlage von Beweismaterial, aber mit um so lauteren Fanfaren vorgenommene Zuweisung der Verantwortung für den Leipziger »Drohnenvorfall« an Moskau nicht überall widerspruchslos akzeptiert wird.

Das ist nicht ideal, denn diese Technik – irgendeine komplett sinnlose »hybride Attacke« wird vermeldet und nach selbstverständlich sorgfältigster Prüfung, deren Ergebnisse die Regierung und die angeschlossenen Medien schon kennen, bevor sie offiziell abgeschlossen ist, auf das Schuldkonto Moskaus gebucht – ist ersichtlich für die kommenden Jahre als Hebel zur Regulierung der inneren und äußeren Verhältnisse vorgesehen. Der Artikulation von Zweifeln darf also kein Spielraum gelassen werden. Wer zu den wesentlichen Fragen der inneren und äußeren Politik eine andere Auffassung vertritt als der Regierungssprecher, muss wissen, worauf er sich einlässt.

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Christoph de Vries, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesinnenministerium, greift nun durch. Der CDU-Bundestagsabgeordnete aus Hamburg konstatierte am Donnerstag, dass »Frau Wagenknecht« nicht »Herrn Putin«, »den Kriegstreiber in Russland«, sondern »die deutsche Bundesregierung vor einer Eskalation« warne. Die BSW-Gründerin hatte gesagt: »Merz führt uns immer näher an einen Krieg mit Russland.«

De Vries zieht hier die Grenze zum Hoch- und Landesverrat: »Das sind keine Patrioten, das sind vaterlandslose Gesellen.« Sie würden im Ernstfall »nicht auf der Seite Deutschlands stehen, ihres Vaterlands«. Hier muss de Vries noch am Argument feilen, denn es gehört gewiss nicht zur Figur des vaterlandslosen Gesellen, ein Vaterland zu haben. Aber das wird noch. Zwischen dem »vaterlandslosen Gesellen« und dem »Volksschädling« liegen, wie die Erfahrung gezeigt hat, nur ein paar Jahre.

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.09.2026, Seite 3, Ansichten

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→ Leserbriefe
  • B.S. aus Ammerland 4. Sept. 2026 um 00:39 Uhr
    Christoph de Vries verkörpert den Geist von Wilhelminischen Pickelhauben gegen vaterlandslose Gesellen. Ergebnis dieser Lüge: Erster Weltkrieg mit Millionen Toten und verkrüppelten Menschen. Dann erfolgt das, was ein Freisler sehr gut konnte, »Volksschädlinge« zu konstruieren und sie ermorden zu lassen. Das, was Sarah Wagenknecht ausführte, ist Fakt und der Nochkanzler Merz ist durch Blackrock und dessen Chef, Larry Fink, mit der Aufrüstung für den Krieg gegen Russland verbandelt bzw. Blackrock hält große Anteile an Rheinmetall und dass Merz nichts mehr mit Blackrock zu tun hat, glaubt noch nicht mal Merz selber! Die mediale »Märchenlandschaft« tut ein Übriges, um die Gesellschaft in den Krieg zu hetzen. Nur eines sei »Mister Fettnapf« und seiner Entourage mit auf den Weg gegeben: Frankreich und Großbritannien werden einen Teufel tun, um diesem Deutschland den Arsch zu retten. Und Russland wird beide Länder nicht angreifen, die haben Atomwaffen. Bevor aber Pistorius – der blasse Exbürgermeister von Osnabrück – den »Volkssturm« zu den Waffen ruft, sollte sich die Gesellschaft fragen lassen, ob die urplötzlich und gehäuft auftretenden »Sabotage-Akte«, wie das »Celler Loch«, nicht um eine konzertierte Aktion von BfV und BND, sowie aus Kreisen der Systemparteien, handelt. Beispiele dafür liegen vor … Der angebliche Überfall auf den Reichssender Gleiwitz und das »Celler Loch«, eine Lüge von Ernst Albrecht, dem Vater von EU-Uschi oder wie die Alten sungen, so zwitschern die Jungen! Also wehret den Anfängen!
    • Onlineabonnent*in Oliver S. aus S. 4. Sept. 2026 um 12:54 Uhr
      Läuft doch nicht allzu schlecht für die US-Faschisten. Die Pipeline haben sie schon gesprengt und um ganz sicherzugehen, lässt man in nicht allzu ferner Zukunft auch noch das Land in die Luft jagen, in dem sie endet. Man kann ja nie wissen! Der Kampf gegen imperialistische Konkurrenten kennt weder Freundschaften noch Moral. Gut, dass man rechtzeitig für genügend Personal gesorgt hat, das sich nicht scheut, diese ihm aufgetragenen Aufgaben zu erfüllen. Aber vielleicht hofft der »große Bruder« darauf, dass der Coup gegen Russland doch noch aufgeht! Die Ukraine hat es bisher nicht geschafft, aber vielleicht schaffen es die Deutschen? Ziemlich aussichtslos, aber eine Win-Win-Situation!
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