Dein roter Faden in wirren Zeiten
Gegründet 1947 Sa. / So., 05. / 6. April 2025, Nr. 81
Die junge Welt wird von 3005 GenossInnen herausgegeben
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jW stärken!

  • Die Stimme der zum Schweigen Gebrachten

    »Free Mumia Berlin« und Prison Radio mit Spenden stärken
    Kommunikation & Aktion
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    Spendensammlung für Mumia Abu-Jamal auf der XXIV. Rosa-Luxemburg-Konferenz 2019

    Der Kapitalismus müsse aufgehalten werden, »denn er zerstört unsere Lebensgrundlagen. Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sondern auch notwendig«, resümierte der linke Journalist und Black-Panther-Aktivist Mumia Abu-Jamal in seiner Audiogrußbotschaft auf der XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz (RLK) am 8. Januar 2022. Wer Mumias über das Gefängnistelefon aus dem US-Knast übermittelte Botschaft auf der Konferenz verpasst hat, kann sie – und viele weitere Videos, die nach und nach ergänzt werden – auf der Internetseite der Konferenz finden.

    Seit 1998 spricht Mumia auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz. Er wurde vor 40 Jahren wegen eines ihm untergeschobenen Polizistenmordes zunächst zum Tode verurteilt. Mittlerweile zu lebenslänglich verurteilt, sitzt er nach wie vor im Knast; erst vergangenen Oktober wurde ein beschleunigtes Verfahren zur Wiederaufnahme seines Falles abgelehnt. Mumia kämpft hinter Gittern weiter für seine Freiheit, aber vor allem gegen das rassistische Justiz- und Gefängnissystem. Als »Voice of the voiceless« verleiht er den vielen Verurteilten eine Stimme in seinen Radiosendungen, Kolumnen und Büchern. Sie, liebe Leserinnen und Leser, kennen ihn bestimmt auch über seine jeden Montag erscheinende jW-Kolumne.

    Auch in Deutschland wird Mumias Kampf unterstützt. Darum führt die Mumia-Bewegung alljährlich nach seiner Rede auf der Konferenz eine Spendensammlung durch. Dieses Jahr sind – wahrscheinlich, weil die Konferenz lediglich online stattfand – nur wenige Spenden eingegangen. Wir bitten Sie daher, auf unser Konto (siehe Kasten) einen Betrag zu spenden. 1.000 Euro sollen es mindestens werden.

    Weitere Videos der XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz 2022 werden im Laufe der kommenden Woche veröffentlicht. Verpassen Sie sie nicht und freuen Sie sich mit uns auf die nächste Veranstaltung am 14. Januar 2023. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben möchten, melden Sie sich für den Konferenz-Newsletter an.

    Spenden für Mumia Abu-Jamal:

    Verlag 8. Mai GmbH

    IBAN: DE25 1005 0000 0190 7581 55

    Kennwort: FREE MUMIA

    Videos von der RLK 2022 finden Sie hier …

    www.jungewelt.de/rlk-video

    … und auf dem jW-Youtube-Kanal:

    www.jungewelt.de/youtube

    Abonnieren Sie unseren RLK-Newsletter:

    www.jungewelt.de/newsletter

  • Zwischentöne, die die Welt verändern

    Der Sozialismus bringt die bessere Kultur hervor
    Aktion/Kommunikation
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    Die »Internationale« auf dem 6. Festival des politischen Liedes 1976

    Die bestehenden Verhältnisse sind unerträglich. Die Aufgabe progressiver Kunst ist es, diese anzuprangern und zu ändern. Doch im westlichen Kulturbetrieb scheinen die großen Fragen kaum noch eine Rolle zu spielen. Ganz anders dagegen war und ist das Verständnis von Kunst und Kultur in sozialistischen Staaten, unter anderem auf Kuba; aber auch früher, in der DDR: Musikgruppen wie der Oktoberklub - Mitgründer des »Festivals des politischen Liedes« - wussten, dass es keine unpolitische Kunst geben kann. Sie standen mit ihren Liedern aktiv für Frieden und Sozialismus ein.

    Kunst mit einem solchen Anspruch ist heute nur noch schwer zu finden. Doch Leserinnen und Leser der Tageszeitung junge Welt sind da klar im Vorteil: Seit 75 Jahren berichtet die jW über internationale fortschrittliche Künstlerinnen und Künstler. Der Verlag 8. Mai, in dem die jW erscheint, gibt außerdem die Melodie & Rhythmus – das Magazin für Gegenkultur – heraus.

    Leider liegt es in der Natur der Sache bei alternativer Kultur, dass sich nur schwer von ihr leben lässt. Progressive Künstlerinnen und Künstler sowie die Berichterstattung über diese sind deshalb auf unseren Einsatz angewiesen. Eine Möglichkeit, sich am Aufbau einer Gegenkultur zu beteiligen, ist die Unterstützung der Tageszeitung junge Welt. Am besten geht das mit unserem aktuellen Aktionsabo, das wir zu unserem 75. Geburtstag anbieten. Noch bis zum 4. März 2022 können Sie 75 fortlaufende Ausgaben der jW für 75 Euro bestellen.

    Zu unserem 75. Geburtstag wünschen wir uns von unseren Leserinnen und Lesern nur eines: viele Abonnements. Falls Sie bereits die junge Welt beziehen, denken Sie doch bitte darüber nach, ein jW-Aktionsabo zu verschenken. Vielleicht gibt es in Ihrem Umfeld Freundinnen und Freunde, Verwandte oder sogar Künstlerinnen und Künstler, die sich für fortschrittliche, kapitalismuskritische Kultur interessieren. Die junge Welt bietet Beiträge über Kunst und Kultur, die Sie in anderen Zeitungen nicht finden. Sie können die Zeitung direkt über den Aboservice bestellen. Nutzen Sie alternativ unser Angebot im Internet. Indem Sie das Aktionsabo bestellen – es läuft nach 75 Ausgaben ohne extra Kündigung aus –, fördern Sie nicht nur die Tageszeitung junge Welt, sondern tragen auch zum Erhalt linker Gegenkultur bei, die nicht auf die großen Konzerne zählen kann.

    Noch bis zum 4. März verfügbar: Aktionsabo, bitte bestellen unter www.jungewelt.de/75 oder über das Abotelefon 0 30 53 63 80

  • Wunsch nach Veränderung

    Die Existenz der jungen Welt hängt seit 75 Jahren vom Kampf für den Frieden ab
    Dietmar Koschmieder
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    Auf 100 Jahre junge Welt am 12.2.2047!

    1947

    Als die erste Ausgabe der Jungen Welt am 12. Februar 1947 erscheint, ist der deutsche Faschismus noch keine zwei Jahre besiegt, liegt das Land nach dem letzten großen Krieg noch immer in Trümmern, sterben weiter Menschen an den Folgen ihrer Misshandlung in den Konzentrationslagern, richten sich Faschisten bereits wieder in den westlichen Besatzungszonen ein, gibt es noch keine BRD (das ändert sich mehr als zwei Jahre später, im ersten Kabinett Adenauer sitzen dann mehr NSDAP-Mitglieder als im ersten Kabinett Hitler). Auch die DDR ist noch nicht gegründet, der Kampf um ein einheitliches, antifaschistisches Deutschland noch nicht aufgegeben. Und doch ist hüben wie drüben Konsens, dass der Kapitalismus versagt hat und zu überwinden sei: Nur wenige Tage vor der Erstausgabe der Jungen Welt hat das selbst die CDU am 3. Februar 1947 in ihrem Ahlener Programm so festgehalten. Ein anderes Deutschland soll es werden, ein tatsächlich anderes Deutschland entsteht aber nur in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone. Dort soll die Junge Welt beim Aufbau helfen, die Jugend informieren und mobilisieren für Frieden und Antifaschismus, für Solidarität und eine Welt, in der es um die Interessen der Menschen und nicht um maximale Profite geht. Aufbruchstimmung überall, »nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus« scheint jedenfalls die Lehre für die Menschen in Ost wie West aus der jüngsten Vergangenheit zu sein. Die Gründung der Jungen Welt ist Ausdruck dieses Aufbruchs, dieses Wunsches nach Veränderung und der aktiven Mitwirkung daran.

    1972

    25 Jahre später, am 12. Februar 1972, nimmt der weltweite Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus Fahrt auf. Es existiert ein sozialistisches Weltsystem, das den imperialistischen Kräften klare Grenzen aufzeigt. Revolutionäre Bewegungen in Asien, Lateinamerika und Afrika gewinnen an Bedeutung, in Chile wird mit Salvador Allende der Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus per Stimmzettel probiert, in Vietnam zeichnet sich bereits ein Sieg der Befreiungskämpfer ab, die Kubanische Revolution kann sich trotz Blockade stabilisieren, in der DDR wird durch die Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik die materielle Situation der Bevölkerung deutlich verbessert und ein gigantisches Wohnungsbauprogramm vorbereitet. Auch in der BRD nimmt die Regierung die weltweite Anerkennung der DDR zur Kenntnis und setzt auf Entspannungspolitik. Revanchistische Kräfte werden zurückgedrängt, neue soziale Bewegungen entstehen und schaffen ein deutlich besseres Kräfteverhältnis für linke Politik, es gibt eine legale kommunistische Partei, nachdem 1968 die DKP zugelassen wurde. Aber nur wenige Tage vor dem 25. Jubiläum der Jungen Welt werden in der BRD die Berufsverbote eingeführt, um ein Erstarken kommunistischer Kräfte zu verhindern. Die Junge Welt profiliert sich weiter als die Zeitung der Jugend, wird aber immer mehr auch von älteren Semestern gelesen. Sie transportiert den Geist von Frieden, Freundschaft und Solidarität und scheint sich auf der Siegerseite der Geschichte zu bewegen.

    1997

    Als die junge Welt am 12. Februar 1997 ihren 50. Geburtstag feiert, sieht die Welt komplett anders aus: Das sozialistische Weltsystem ist weggebrochen, mit ihm sind es auch viele linke Bewegungen und Parteien in den westlichen Ländern. In ganz Europa treiben die Herrschenden Sozialabbau und Aufrüstung voran. Die Bundeswehr hat ihre Strategie im Auftrag des Kapitals komplett geändert: Zuvor offiziell Verteidigungsarmee, trainiert sie jetzt ihre Kriegsfähigkeit über diverse Auslandseinsätze, zunächst getarnt etwa als Sanitätsmission (bis es dann 1999 in Jugoslawien zum ersten völkerrechtswidrigen Angriffskrieg mit deutscher Beteiligung nach 1945 kommt). Auch die junge Welt muss sich entscheiden: Bezieht sie sich weiterhin auf ihre antifaschistischen, sozialistischen und internationalistischen Wurzeln, oder ist »die alte junge Welt für uns bedeutungslos«, wie das der damalige Chefredakteur im Editorial zum 50. Geburtstag der jW formulierte? Wenige Wochen später kam es zur Entscheidung, ein Teil der Beschäftigten gründet nach ihrer Niederlage die Jungle World (die 1999 den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Jugoslawien befürwortet, während die junge Welt Antikriegszeitung bleibt).

    2022

    Heute, am 12. Februar 2022 und damit wieder 25 Jahre später, scheint sich die weltweite Lage erneut dramatisch zu ändern. Die antikolonialen Befreiungsbewegungen sind zurückgedrängt, neue koloniale Abhängigkeiten verfestigen sich. Trotzdem bekommen die kapitalistischen Länder immer mehr Schwierigkeiten, ihre wirtschaftlichen Ziele zu erreichen. Zum einen spitzen sich innere Widersprüche zu, zum anderen bekommen sie von neuen Mächten Grenzen aufgezeigt. Russland, noch immer das größte Land der Erde, tanzt nicht nach der Pfeife der NATO. Und China, noch immer das bevölkerungsreichste Land, entwickelt eine Wirtschaftskraft, die für die Imperialisten beängstigend ist: Die Volksrepublik hat offensichtlich andere Möglichkeiten der Produktivkraftentwicklung und droht, den Westen zu überholen, ohne ihn vorher einholen zu müssen. Auch im Umgang mit neuen Herausforderungen wie mit denen einer Pandemie beweisen sich gesellschaftliche Strukturen wie die in China oder Kuba als wesentlich effizienter. Das sehen die herrschenden imperialistischen Kräfte wohl, doch ihr Lösungsansatz für die Probleme bleibt nach wie vor die Unterwerfung des Gegners: Entweder durch Erpressung, Destabilisierung oder lokale Kriege – und wenn das nichts nützt, eben auch durch den nächsten großen Krieg. Am 75. Geburtstag der jungen Welt erleben wir massive Militärvorbereitungen der westlichen Regierungen, begleitet von einer unglaublichen Kriegshetze, um in der Bevölkerung die notwendige Stimmung für solche Kriege hervorzubringen. Die junge Welt als marxistisch orientierte Zeitung kümmert sich weiter um soziale Belange, um Umwelt und Gesundheitsfragen, um Solidarität und Antifaschismus. Aber an allererster Stelle steht der Kampf für den Frieden, gegen den drohenden nächsten großen Krieg. Denn nur wenn dieser verhindert wird, kann dem sozialen und gesellschaftlichen Fortschritt zum Durchbruch verholfen werden und wird es auch noch in 25 Jahren eine dann 100jährige progressive Tageszeitung geben.

    Jetzt 75 Ausgaben der jungen Welt für 75 Euro bestellen!

  • Für aufgeklärte Menschen statt Humankapital

    Tageszeitung junge Welt gegen den Bildungsnotstand
    Kommunikation & Aktion
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    Schülerproteste, Dezember 1997

    Marode Kitas und Schulen, mangelnde Digitalisierung und ein Studium, das sich arme Menschen kaum leisten können: Das Bildungssystem der BRD befindet sich seit Jahrzehnten in einem desolaten Zustand. Ohne Profitlogik funktioniert es besser, das zeigt ein Blick z. B. auf die DDR. Noch heute trauern viele Lehrkräfte, die damals dort unterrichteten, den einheitlichen Lehrplänen und Schulbüchern sowie dem fächerverbindenden Unterricht nach. Es war keine Seltenheit, wenn eine gestandene Arbeiterin noch einmal ein Studium aufnahm, um sich fortzubilden. Fehlende Studiengebühren, zahlreiche Vergünstigungen für Studierende und staatliche Stipendien ermöglichten dies.

    Auch die Tageszeitung junge Welt steht seit 75 Jahren an der Seite der Jugend. Seit ihrer Gründung am 12. Februar 1947 bildet sie und klärt auf. Die jW nimmt keine neutrale Position ein, sondern bringt wie keine andere Tageszeitung Hintergründe aus der BRD und aller Welt, sie berichtet von weltweiten Bildungskämpfen und Schulstreiks, vom Zustand der Schulen und Unis in diesem Land. Sie verschafft jenen Gehör, die für bessere und bezahlbare Bildung kämpfen. Doch, wie Sie wissen, braucht es dafür auch und vor allem Sie, liebe Leserinnen und Leser: Kennen Sie in Ihrer Verwandtschaft oder Ihrem näheren Umfeld eine Schülerin oder einen Schüler oder jemanden, der studiert? Dann schenken Sie ihr oder ihm unser Aktionsabo: 75 fortlaufende Ausgaben für 75 Euro. So stärken Sie nicht nur die junge Welt, Sie helfen auch einem jungen Menschen, eine Tageszeitung zu entdecken, die sich für seine Interessen einsetzt.

    Bis zu unserem 75. Geburtstag sollen 750 neue Abos erreicht werden. Über 600 sind bereits eingetroffen. Das heißt, wir sind dem Ziel sehr nahe, doch für den Endspurt benötigen wir noch einmal Ihre Unterstützung, liebe Leserinnen und Leser. Bestellen Sie noch bis zum 19. Februar das Aktionsabo der jungen Welt und machen Sie Ihr Umfeld auf uns aufmerksam. Zum 75. Geburtstag wünschen wir uns, dass möglichst viele dieses Angebot nutzen. Bestellen Sie die Zeitung direkt über den Aboservice oder das Aktionsbüro oder nutzen Sie unser Angebot im Internet. Die junge Welt bietet Analysen und Informationen, die anderswo nicht zu finden sind – das nützt in der Schule, an der Universität oder auch im (beruflichen) Alltag!

    Noch bis zum 19. Februar verfügbar: Aktionsabo bestellen unter www.jungewelt.de/75 oder über das Abotelefon 030 53 63 80

  • Sei dabei, nicht nur zum 1. Mai!

    Aktionsbüro
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    jW-Verteilung bei der 1.-Mai-Demonstration 2019 in Berlin

    Mit erstaunlicher Einhelligkeit befeuern herkömmliche Medien derzeit das Kriegsgeheul der NATO-Staaten gegen Russland – und im besonderen gegen dessen Staatschef Wladimir Putin: Klassenkampf von oben auf der Bewusstseinsebene. Die junge Welt sticht hier als einzige Tageszeitung aus dem Medienkanon hervor, unterscheidet Ursache von Wirkung, Kriegstreiber und Angegriffene.

    Dass sich die junge Welt konträr zur herrschenden Meinung behaupten kann, liegt nicht nur an ihrem Inhalt, sondern auch maßgeblich an ihrer besonderen aktiven Leserschaft. Damit diese Zeitung auch künftig die Stellung halten kann, möchten wir Sie – ganz gleich ob erfahrene jW-Unterstützer, Neuleser oder langjährige Abonnenten – bitten, für die Verbreitung unserer Zeitung zu kämpfen!

    Konkret heißt das: Nutzen Sie jede politisch passende Gelegenheit in Ihrer Gegend, seien es Kundgebungen, Demos oder andere Veranstaltungen, um dort aktuelle Tages- oder Wochenendausgaben zu verteilen. Auch die jW-Themenbeilagen sind häufig bestens geeignet zum Auslegen und Weitergeben, so zum Beispiel die bevorstehende Beilage zum 75. Geburtstag der Zeitung am 9. Februar – oder die zum Thema Radikalenerlass, die am 16. Februar erscheinen wird.

    Nicht zu vergessen sind die Kampftermine, bei denen die junge Welt selbstverständlich nicht fehlen wird: Neben den vielen Möglichkeiten, individuell aktiv zu werden, sind der Frauentag, die Ostermärsche – und natürlich der 1. Mai! – solche Anlässe. Der internationale Kampftag der Arbeiterklasse, der 1. Mai, stellt für uns dabei den wichtigsten Anlass für große Verteilaktionen dar.

    Wir rufen dazu auf, die Verteilungen zum 1. Mai 2022 verstärkt wiederaufzunehmen und bereits jetzt einzuplanen. Wir wollen mit insgesamt mindestens 50.000 Exemplaren, also neben der regulären Auflage von 25.000 mit weiteren 25.000 Zeitungen, an möglichst vielen Orten die jW unter die Menschen bringen. Auch bei den 85 Städten, die wir zum vergangenen 1. Mai abgedeckt haben, wollen wir noch eine ordentliche Schippe drauflegen. In jedem Fall gilt: Melden Sie sich frühzeitig im jW-Aktionsbüro, damit wir Ihren Einsatz mit Zeitungen oder Beilagen ermöglichen können.

    Zeitungen und/oder Beilagen im jW-Aktionsbüro bestellen:
    aktionsbuero@jungewelt.de oder 0 30/53 63 55 10

    Zeitungen direkt über das Onlineformular ordern: www.jungewelt.de/verteilen

  • Die Hälfte des Himmels

    junge Welt im Kampf für die Gleichberechtigung von Frauen nutzen
    Aktion und Kommunikation
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    Demonstration zum Internationalen Frauentag am 8. März 2021 in Berlin

    Gerne wird erzählt, die Gleichberechtigung der Geschlechter sei im aufgeklärten Europa längst erreicht. Ignoriert werden dabei die konkreten materiellen Bedingungen, denen Frauen nach wie vor ausgesetzt sind: In vielen Fällen besteht das Familieneinkommen ausschließlich aus dem Gehalt des Mannes. In anderen werden Frauen neben der Reproduktionsarbeit in oft sehr prekäre Lohnarbeitsverhältnisse gezwungen, damit die Familie existieren kann. Und noch immer ist es nicht selbstverständlich, dass Frauen gleichen Lohn für gleiche Arbeit erhalten, wird die Arbeit in der Familie weder anerkannt noch bezahlt, und selbst im Eherecht geht es noch immer ungerecht zu.

    Aber es sind Frauen, die die Hälfte des Himmels tragen, das brauchen wir Ihnen, liebe Leser und vor allem liebe Leserinnen, nicht zu erklären. Bestimmt kennen auch Sie Frauen, die ungerechte Zustände satthaben und sich nach Brot, Rosen, aber auch nach kritischer Auseinandersetzung mit herrschenden Verhältnissen sehnen. Für diese sind die Inhalte der Tageszeitung junge Welt ein gutes Angebot: Seit fast 75 Jahren hat sie sich den Kampf für die Gleichberechtigung der Geschlechter auf die Fahnen geschrieben; in der DDR, wo die Zeitung bis 1990 erschien, war bereits vieles erreicht. Und auch in anderen Ländern, zum Beispiel in Kuba, ist vieles besser geregelt als hier, sind Frauen regulär voll berufstätig und werden gleich bezahlt, entlastet die Gesellschaft Mütter und Alleinerziehende. Darüber berichtet die jW regelmäßig.

    Damit noch viel mehr Frauen diesen Nutzwert der Zeitung kennenlernen können, bieten wir 75 fortlaufende Ausgaben der jW für 75 Euro an. Zu unserem 75. Geburtstag im Februar sollen 750 Aktionsabos beim Verlag bestellt werden, wovon bereits 608 eingetroffen sind. Da gibt es also noch einiges zu tun: Wenn Sie Frauenorganisationen, -häuser oder -cafés kennen, die sich dem Kampf für die Gleichberechtigung der Geschlechter verschrieben haben und noch nichts von unserem Angebot wissen, machen Sie sie doch darauf aufmerksam. Oder spenden Sie ihnen so ein Abo. Auch Tochter, Freundin oder Enkelin, die die bestehenden Verhältnisse erkennen und verändern möchten, freuen sich bestimmt über ein jW-Aktionsabo. Falls Sie aber keine Empfängerinnen für die Spende nennen können, übernehmen wir gerne die Auswahl für Sie. Nicht zuletzt ist das auch für die junge Welt das beste Geburtstagsgeschenk, das Sie ihr machen können: Helfen Sie mit, für eine noch bessere Verbreitung ihrer Inhalte zu sorgen – gerade auch bei einer neuen Generation von Kämpferinnen für die Gleichberechtigung.

    Nicht mehr lange verfügbar: Aktionsabo bestellen unter www.jungewelt.de/75 oder über das Abotelefon 030 53 63 80

  • Nach der Konferenz ist vor der Konferenz

    Jetzt vormerken: XXVIII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz am 14. Januar 2023
    RLK-Vorbereitungskollektiv
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    Auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz stand einmal mehr die Kriegsgefahr im Zentrum

    Am 14. Januar 2023 wollen wir die nächste Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz in der Max-Schmeling-Halle in Berlin als Präsenzveranstaltung durchführen – und zugleich wieder einen Livestream anbieten. Um die besondere Herausforderung, den neuen und deutlich größeren Saal nach zwei Jahren pandemiebedingter Unterbrechung zu füllen, sind Sie gefragt, liebe Leserinnen und Leser: Verfolgen Sie alle Informationen zur Konferenz über unseren RLK-Newsletter und unsere Website; verbreiten Sie die Neuigkeiten in ihrem Bekannten- und Freundeskreis, um auch die kommende Konferenz zu einem solchen Erfolg zu machen, wie es die vergangene war.

    Die diesjährige RLK konnte einen Zuschauerrekord verbuchen und zeichnete sich inhaltlich durch ein qualitativ hochwertiges und umfangreiches Programm aus. Damit die Beiträge noch lange nachhallen, sind Kurzfassungen der Hauptreferate am Mittwoch bereits als jW-Beilage erschienen. Die gedruckte Ausgabe bietet handfeste Vorteile, um die Beiträge alle auf einen Blick zu haben und auch später noch zu dem umfangreichen Material greifen zu können. Wenn Sie die Beilage für sich selbst, für Genossen, Freunde oder Bekannte oder zum Verteilen bestellen möchten, können Sie dies über unser Aktionsbüro tun.

    Um die Konferenz langfristig und für noch mehr Menschen zugänglich zu machen, werden die Beiträge auch auf dem jW-Youtube-Kanal veröffentlicht. Ab Sonnabend, 29. Januar 2022, machen wir die Videos nach und nach verfügbar, beginnend mit dem Konferenzbeitrag des stellvertretenden Vorsitzenden der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation, Dmitri G. Nowikow. Nicht entgehen lassen sollten Sie sich auch unsere Broschüre mit Langversionen der Konferenzbeiträge, die Mitte März im jW-Shop, ausgewählten Buchläden und am Kiosk erhältlich sein wird.

    Und nicht vergessen: Am 14. Januar 2023 treffen wir uns wieder, dann hoffentlich und endlich wieder im Saal – und nicht nur vor den Monitoren!

    RLK-Beilage bestellen unter 030/536355-10 oder aktionsbuero@jungewelt.de

    Alle Infos zur Konferenz finden Sie unter: www.jungewelt.de/rlk

    Abonnieren Sie auch unseren RLK-Newsletter: www.jungewelt.de/abo/newsletter/

    Die RLK-Broschüre ist ab Mitte März im Pressefachhandel (zum Beispiel über den Zeitungskiosk) zu beziehen

  • Streaming für den Frieden

    In Zeiten westlicher Kriegshetze: Die XXVII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz setzte auf die Kraft der Aufklärung und Solidarität
    Stefan Huth
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    Neuer Rekord in puncto Reichweite: Im Laufe des Konferenztages waren in Deutschland rund 24.000 Endgeräte zugeschaltet, nebst zahlreichen weiteren in anderen Ländern

    Stimmungsmache gegen Moskau und Beijing auf allen Kanälen, Boykott- und Strafaktionen, Ultimaten, Drohgebärden und Erpressungsmanöver, alles begleitet von einem ungehemmten Aufrüstungskurs – die NATO und die ihr angeschlossenen Institutionen werden immer aggressiver. Man darf annehmen: Das ist nicht nur bloße Show. Als »letzte Hoffnung der Reichen« und Befreiungsschlag bereitet der Pakt tatsächlich einen großen Krieg vor. Was hätten die Herrschenden auch für Alternativen in einem auf Maximalprofit und Expansion angelegten System, das objektiv an seine Grenzen stößt? Seit dem Ende des Kalten Krieges war der Weltfrieden wohl selten so bedroht wie heute.

    Höchste Zeit also, mit der Kraft der Aufklärung und Solidarität gegenzuhalten, politische Alternativen in den Blick zu nehmen und zu stärken. So gesehen, erwies sich der thematische Schwerpunkt der diesjährigen Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz (RLK) als gut gewählt. Die 27. Ausgabe des von junge Welt und zahlreichen Unterstützergruppen organisierten Neujahrsempfangs der deutschsprachigen Linken war eine höchst aktuelle politische Intervention. Sie bot nicht nur Gegenakzente, sondern ein inspirierendes und Mut machendes Gegenprogramm zum Irrsinn der laufenden Kriegshetze.

    Dabei war es pandemiebedingt zunächst eine Hängepartie, und sie dauerte etliche Wochen: Wird die RLK endlich wieder als Saalveranstaltung in Berlin stattfinden können oder wie im Vorjahr ausschließlich online? Stress für alle Beteiligten in Redaktion und Verlag, mussten doch parallel zwei Veranstaltungen durchgeplant werden, mit allen Variablen, von der Technik bis zur Frage, ob die Referenten überhaupt physisch präsent sein können.

    Nachdem das Infektionsgeschehen die Organisatoren im Dezember gezwungen hatte, auf ein reines Onlineevent »umzuswitchen«, war klar: Die Zahl internationaler Gäste vor Ort in Berlin würde vor allem infolge der Restriktionen bei der Einreise sehr überschaubar bleiben. Am Ende beschränkte sie sich auf Dmitri Nowikow. Mit dem Vizevorsitzenden der KPRF konnte nach langer Zeit wieder ein russischer Gast auf der RLK begrüßt werden. Sein Vortrag legte mit Rückgriff auf Lenins Imperialismustheorie gleichsam die Grundlage für alle nachfolgenden. Er machte deutlich: Der kollektive Westen ist ökonomisch längst auf dem absteigenden Ast, in der Folge auch politisch, ideologisch und kulturell. Aus der Hegemoniekrise des Imperialismus ergibt sich der Zwang zum nächsten großen Krieg. Wer für dessen Kosten aufzukommen hat, darüber sprach Lucia Pradella, die den Kurs der Hochrüstung und die daraus resultierende verschärfte Ausbeutung in den Blick nahm. Imperialistische Landnahme geht mit dem Abbau bürgerlicher Rechte einher. Dass sie politische Umstürze selbstverständlich einschließt, zeigte Juan Ramón Quintana am Beispiel Bolivien. Aber auch medialer Manipulation kommt eine zentrale Rolle dabei zu, die Masse der Bevölkerung hinter den NATO-Aggressionskurs zu bringen, wie Rania Khalek und Jeremy Corbyn darlegten. Das sozialistische Kuba demonstriert, was möglich ist, wenn eine Gesellschaft nicht nach Profilogik, sondern nach menschlichen Bedürfnissen organisiert wird. Das war das Thema von Rosario del Pilar Pentón Díaz, die damit zugleich Beispiele für konkreten Widerstand nannte.

    Die Vorträge werden in dieser Beilage teilweise gekürzt wiedergegeben. Langfassungen sind in der Mitte März erscheinenden RLK-Broschüre nachzulesen, auch die zahlreichen anderen politischen und kulturellen Beiträge der Veranstaltung werden darin dokumentiert.

    Deren Erfolg ist keine bloße Behauptung, er ist messbar. Im Laufe des Konferenztages waren in Deutschland rund 24.000 Endgeräte zugeschaltet, nebst zahlreichen weiteren in anderen Ländern, auf anderen Kontinenten, wohin Partnerorganisationen den in drei Sprachen gedolmetschten RLK-Livestream übertrugen. Ein neuer Rekord in puncto Reichweite. Dass die kostspielige Konferenz kein finanzielles Debakel wurde, ist der Spendenbereitschaft der Zuschauerinnen und Zuschauer zu verdanken, dass sie überhaupt gelang, dem Engagement zahlreicher Helferinnen und Helfer. Ihnen allen sei an dieser Stelle sehr herzlich gedankt!

    Stefan Huth ist Chefredakteur der jungen Welt

  • Jetzt sind Sie dran!

    Warum wir uns von Ihnen 750 Abos zum Geburtstag wünschen
    Verlag, Redaktion, Genossenschaft junge Welt
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    Verteilaktion am Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin anlässlich der Luxemburg-Liebknecht-Demo (9.1.2022)

    Zeitungen, die offen danach fragen, in wessen Interesse etwas geschieht, sind in diesem Land selten. Aber eine Tageszeitung, die mit jeder Ausgabe belegt, dass der kapitalistische Zwang zum Erzielen maximaler Profite nur im Interesse weniger ist, gibt es nur einmal. Sie können sich selbst ausrechnen, wem so eine Zeitung nicht gefällt – und wem deshalb daran gelegen ist, ihr den Nährboden zu entziehen. Sie wissen aber auch, dass Sie und viele andere genau aus diesem Grund diese Zeitung lesen und weiterempfehlen.

    Allerdings gibt es noch viele mehr, die so einen Ansatz zwar gut finden, aber die junge Welt nicht oder nur vom Hörensagen her kennen. Natürlich können Sie diese Zeitung auch weiterhin in Ihrem Freundeskreis oder unter Verwandten empfehlen. Noch besser wäre es deshalb aber, wenn Sie unser aktuelles Aktionsabo empfehlen oder gar verschenken würden. Denn wer 75 folgende Ausgaben der jungen Welt gelesen und genutzt hat, kann sich sehr gut ein eigenes Bild von dieser Zeitung machen und ist nicht allein auf unsere Werbesprüche oder Ihre Empfehlung angewiesen: Die Zeitung selbst liefert die besten Argumente für ein Abonnement. Aber, wie gesagt: Um die junge Welt für sich entdecken zu können, muss man erst einmal wissen, dass es so ein journalistisches Angebot überhaupt gibt.

    Und hier spielen unsere Leserinnen und Leser eine zentrale Rolle: Sie kennen in Ihrem Umfeld sicher jemanden, der sich für diese Zeitung interessieren könnte. Schlagen Sie doch vor, 75 Euro für eine dreimonatige spannende Entdeckungsreise zu investieren. Oder schenken Sie Ihrem Enkel oder dem progressiven Opa ein Aktionsabo, auch um mit ihm gemeinsam über all das zu diskutieren, was in der Zeitung steht. Sie werden überrascht sein, wie offen viele Menschen für fortschrittliche Gedanken sind. Aus Erfahrung wissen wir, dass nicht wenige von ihnen nach dem Aktionsabo diesen Kontakt zu anderen Informationen, Analysen und Menschen nicht abreißen lassen wollen. Deshalb abonnieren sie die junge Welt oft gleich dauerhaft oder kaufen sie regelmäßig am Kiosk. Das stärkt sie – und die junge Welt.

    Und weil diese Zeitung am 12. Februar 2022 auf den Tag genau seit 75 Jahren gegen Profitlogik anschreibt, wünschen wir uns von unseren Leserinnen und Lesern ein besonderes Geburtstagsgeschenk: Bis zum 19. Februar 2022 sollen 750 solcher Aktionsabos bei uns bestellt werden! Bis heute sind bereits 562 Bestellungen beim Aboservice eingegangen, wir müssen uns also noch mächtig ranhalten, wenn wir die noch fehlenden 188 Aktionsabos zusammenbekommen wollen: Egal, ob Sie Ihre Freundin oder Ihren Freund zu so einem Abo bewegen können, Abos an Bekannte verschenken oder eine Kneipe, eine WG oder ein Jugendhaus Ihrer oder unserer Wahl mit einem Aktionsabo beglücken: Sie bereiten viel Freude damit! Den Nährboden, den manche der jungen Welt entziehen wollen, stärken Sie damit und unterstützen uns dabei, die Reichweite Ihrer progressiven Tageszeitung deutlich zu vergrößern.

  • Empfehlung an LPG-Mitglieder

    Generalversammlung der jW-Genossenschaft am Sonnabend, 25. Juni 2022, in Berlin
    Vorstand und Aufsichtsrat LPG junge Welt eG
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    Auf einer gemeinsamen Sitzung von Vorstand und Aufsichtsrat der LPG junge Welt eG am vergangenen Mittwoch in Berlin wurde beschlossen, dass die nächste ordentliche Generalversammlung der Genossenschaft am Sonnabend, den 25. Juni 2022, von 13 bis 17 Uhr in Berlin stattfinden wird. Neben der Neuwahl des Aufsichtsrates und einigen Satzungsänderungen soll vor allem die Umsetzung der Beschlüsse und die Entwicklung der beiden genossenschaftseigenen Betriebe (Verlag 8. Mai GmbH, AVZ GmbH) diskutiert werden. Mit großer Sorge haben Vorstand und Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz auch die Genossenschaft als Gruppierung mit verfassungsfeindlichen Zielen bewertet und mit geheimdienstlichen Mitteln verfolgt. Insofern ist die Klage, mit der zur Zeit junge Welt und Verlag 8. Mai GmbH gegen diese rechtswidrige Praxis vorgehen, auch von Bedeutung für die Genossenschaft. Die Mitglieder sollen aufgefordert werden, mit Spenden für den Prozesskostenfonds die aufwendige Prozessführung zu unterstützen.

    Da das Bundesamt für Verfassungsschutz mit seinen haltlosen Beschuldigungen vor allem die weitere Verbreitung der Tageszeitung junge Welt im deutschsprachigen Raum verhindern will, sehen es Aufsichtsrat und Vorstand als besonders wichtig an, gerade dieses Ziel zu durchkreuzen. Um die Reichweite der jW weiter zu erhöhen, sollen mit 75-Euro-Abos (Laufzeit drei Monate) viele neue Leserinnen und Leser angesprochen werden. Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen dieses Vorgehen und empfehlen allen Genossinnen und Genossen der LPG, sich mit konkreten Beiträgen aktiv an der Aktion zu beteiligen.

    Zum Jahresende zählte die Genossenschaft 2.602 Mitglieder. Da mit dem Jahreswechsel 33 Kündigungen wirksam wurden, wird die Tageszeitung junge Welt zur Zeit von 2.569 Genossinnen und Genossen herausgegeben. Vorstand und Aufsichtsrat weisen darauf hin, dass eine Mitgliedschaft in der Genossenschaft bzw. eine Aufstockung von weiteren Anteilen eine weitere Möglichkeit darstellt, die Arbeit der Tageszeitung junge Welt und der Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus zu unterstützen.

    Weitere Infos und Aufnahmeanträge unter www.jungewelt.de/genossenschaft

  • Medienresonanz und Aborekord

    Ein paar Zahlen zur XXVII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz
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    Drei Streams, drei Sprachen. Dank Streamingpartnern und Simultanübersetzung hatte die RLK weltweit Zuschauer, u.a. in Lateinamerika

    Die Veranstalter und Unter­stützer der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz sorgten auch in diesem Jahr dafür, dass Gäste aus sieben Ländern (Libanon, Kuba, USA, Großbritannien, Italien, Bolivien, Russland) ihre Positionen, Erfahrungen und Ansichten vorstellen konnten. Das geht auch digital, und trotzdem freuen wir uns darauf, im kommenden Jahr diese Kontakte und Kommunikation wieder vor Ort gemeinsam erleben zu können. Immerhin gelang es uns aber, durch die Onlineausstrahlung einen neuen Teilnehmerrekord zu erzielen: 23.981 Endgeräte wurden allein über unseren Dienstleister Vimeo registriert, hinzu kommen Kontakte über soziale Medien (Facebook, Twitter, Instagram) und die Übernahme des Programms in englischer und spanischer Sprache durch verschiedene Streamingpartner in Europa und Lateinamerika. Das soll für die kommende Konferenz, die am 14. Januar 2023 in Berlin stattfinden wird, noch ausgebaut werden.

    Trotz dieser hohen Beteiligung und trotz der interessanten Gäste konnte man später in keiner deutschen Tageszeitung nachlesen, was etwa Jeremy Corbyn aus Großbritannien, Dmitri Nowikow aus Russland oder Juan Ramón Quintana aus Bolivien zur wachsenden Kriegsgefahr zu sagen hatten. Nachdem in den vergangenen Jahren nach und nach alle bürgerlichen Medien ihre Berichterstattung über die Konferenz eingestellt hatten, schlossen sich dem nun auch Taz und ND an. Immerhin wurde am Konferenzsamstag im sogenannten Morgenbriefing vom Nachrichtenmagazin Spiegel ein Hinweis auf die Veranstaltung gegeben. Da beschäftigte sich Melanie Amann aus der Chefredaktion auch mit der aktuellen Rosa-Luxemburg-Konferenz. Sie trage das Motto »Hände weg von Russland und China«, berichtete sie, um dann anzumerken: »Das Timing für diesen Appell könnte kaum schlechter sein in einer Zeit, in der sich Russland die Hände schmutzig macht in der Ukraine oder bei der Niederschlagung der Bürgerproteste in Kasachstan.« Als Medium muss man sich eben entscheiden: Wirkt man mit bei der Vorbereitung des nächsten großen Krieges oder tut man alles dafür, diesen zu verhindern. Immerhin hat der Spiegel das getan, was viele andere Medien tunlichst vermeiden: Er informiert darüber, dass es eine andere Meinung als die allgemein veröffentlichte gibt und dass diese mit der Rosa-Luxemburg-Konferenz ein Forum hat. Wir schlussfolgern daraus, dass Veranstalter und Unterstützer der Konferenz künftig noch stärker für die Teilnahme werben und ihren Stellenwert für die europäische Linke überall bekanntmachen sollten.

    Gleiches gilt übrigens auch für die Gewinnung neuer Abonnements für die Tageszeitung junge Welt. Nur mit mehr Leserinnen und Lesern wird diese Zeitung für Gegenöffentlichkeit noch besser zur Kenntnis genommen. Und eine starke junge Welt wird nicht zuletzt auch dafür gebraucht, um solche Projekte wie die Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz organisieren und finanzieren zu können. Um so erfreulicher ist es, dass auf der diesjährigen Konferenz so viele Abos gewonnen werden konnten wie nie zuvor im Rahmen einer Konferenz: 267 Bestellungen gingen am Samstag und in den Tagen danach bei unserem Verlag ein, vor allem Aktionsabos. Und das darf gerne in den nächsten Wochen noch so weitergehen, denn dieses 75er Aktionsabo kann noch bis zum 19. Februar 2022 bestellt werden. Damit stärken wir gemeinsam nicht nur die junge Welt für die vor ihr liegenden Aufgaben, sondern schaffen auch Spielräume für die kommende XXVIII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz.

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft junge Welt

    Informationen: jungewelt.de/rlk

  • Solidarische Information

    Die Erfahrungen der Rosa-Luxemburg-Konferenz anderen Menschen täglich verfügbar machen
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    Über den nationalen Tellerrand schauen und zugleich den Menschen vor Ort die Informationen zur Verfügung stellen: Verteilaktion der jungen Welt auf der 1.-Mai-Demo 2021 in Berlin

    Che Guevara wird die Aussage zugeschrieben, dass Solidarität die Zärtlichkeit der Völker sei. Für die junge Welt ist internationale Solidarität seit ihrer Gründung vor fast 75 Jahren wesentlicher Bestandteil ihres Selbstverständnisses. Sie unterstützt Arbeitskämpfe und Befreiungsbewegungen in der ganzen Welt, aber auch jene, die nach dem Sieg über Kolonialherren und Profitlogik versuchen, ihren eigenen unabhängigen Weg zu gehen. Das kann ganz praktische Solidarität sein, vor allem aber ist es Information und Analyse, die nicht von den Interessen der Kolonialherren und Industriekapitäne ausgeht, sondern von denen der sogenannten Bevölkerung. Deshalb legt die junge Welt auch großen Wert darauf, auf der Rosa-Luxemburg-Konferenz über den deutschen und europäischen Tellerrand hinauszublicken. Doch die Konferenz findet nur einmal im Jahr statt, sozusagen als eine Ausgabe der Tageszeitung junge Welt mit anderen Mitteln. Wer täglich mit Themen und Analysen wie auf der RLK versorgt werden möchte, liest die junge Welt.

    Damit aber möglichst viele Menschen von diesem journalistischen Angebot Kenntnis erlangen, bieten wir in diesem Jahr ein besonderes Aktionsabo an: 75 Ausgaben dieser Zeitung für 75 Euro – und dann ist erst mal Schluss. Also ein gutes Format, diese Zeitung kennenzulernen, ohne sich schon auf ein richtiges Abo einzulassen. Und eine gute Möglichkeit, Freunde und Bekannte auf Zeitung und Aktionsabo hinzuweisen oder gar so ein Abo gezielt zu verschenken. Nach dem dreimonatigen Bezug kann jeder für sich einschätzen, ob sie oder er die Zeitung weiter abonnieren möchte. Dieses Angebot gibt es jetzt noch fünf Wochen – also bis kurz über den 75. Geburtstag der jungen Welt am 12. Februar 2022 hinaus. Wir wünschen uns, dass möglichst viele weitere Leserinnen und Leser dieses Angebot nutzen, um die jW bekannter zu machen. Zudem ist es die beste Form, wie Sie uns zum 75. Geburtstag gratulieren können! Nutzen Sie dazu den nebenstehenden Coupon, oder bestellen Sie die Zeitung direkt über über das Aktionsbüro oder den Aboservice.

    jW-Kommunikation

    Zeitung für internationale Solidarität abonnieren unter jungewelt.de/75 oder telefonisch unter 030 53 63 55 80

  • Jahresplan 2022

    Warum die junge Welt auch 75 Jahre nach ihrer Gründung für manche gefährlich bleibt
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    Verteilaktion der jungen Welt im September in Berlin

    Die Tageszeitungsbranche steckt schon seit längerem in einer dramatischen Krise. Das betrifft zum einen die ökonomische Seite, weil mit Zeitungen immer schwieriger Gewinne zu erwirtschaften sind. Zum anderen verlieren Tageszeitungen an Relevanz und Glaubwürdigkeit. Beide Punkte hängen eng zusammen: Wer starken Aboabgängen und enormer Kostenentwicklung vor allem mit saftigen Preiserhöhungen bei gleichzeitiger Qualitätsminderung (beispielsweise durch den Abbau von Personal) begegnet, macht sich selbst zum Auslaufmodell.

    junge Welt atypisch

    Die junge Welt bewegt sich hier atypisch: Zum einen konnte die verkaufte Auflage seit Gründung der Verlag 8. Mai GmbH im Jahr 1995 positiv entwickelt werden. Zum anderen beschäftigen Verlag und Redaktion heute deutlich mehr Kolleginnen und Kollegen als damals. Auch jW ist von dramatischen Preissteigerungen in Herstellung und Distribution betroffen. Aber wir mussten nicht (wie andere) zusätzlich die durch Aborückgänge verursachten Einnahmeverluste über Preisaufschläge ausgleichen.

    Marxistische Orientierung

    Wie aber ist dies zu erklären? Die guten Verkaufszahlen liegen vor allem im inhaltlichen Profil und damit im Nutzwert der Zeitung begründet. Mit unseren sehr bescheidenen Möglichkeiten (die junge Welt hat noch immer die mit Abstand kleinste Redaktion unter den überregionalen deutschen Tageszeitungen) versuchen wir jeden Tag, die Dinge zu beschreiben, so wie sie sind. Bei deren Analyse und Bewertung nutzen unsere Mitarbeitenden bewährte Methoden, die marxistisch geprägte Philosophie und politische Ökonomie zur Verfügung stellen. Ob in Lateinamerika, Asien, Afrika oder Europa: Es geht bei jedem Konflikt um konkrete Widersprüche. Jene, die über Produktionsmittel im großen Stil verfügen, haben sehr oft ganz andere Interessen als jene, die im wesentlichen vom Verkauf ihrer Arbeitskraft leben. Diesen Zwiespalt beschreiben wir, und zwar ausgehend von einem historisch-optimistischen Standpunkt. Wie bisher in der Geschichte aller Klassenkämpfe werden im Ergebnis – trotz aller Rückschläge – bestehende Verhältnisse durch bessere, humanere und produktivere aufgehoben: Eine andere Welt ist nötig und möglich!

    Denkverbote

    Gerade dieser Ansatz mache unsere Zeitung, deren Verlag und die LPG junge Welt eG gefährlich, meint der Inlandsgeheimdienst der Bundesrepublik Deutschland. Denn schon das Denken in marxistischen Kategorien gründe auf »Kompromisslosigkeit, Intoleranz und Feindschaft gegenüber abweichenden Politikvorstellungen« und sei schon deshalb gegen die »freiheitliche demokratische Grundordnung gerichtet« (aus einem Schriftsatz der Bundesregierung auf die jW-Klageschrift). Gerade weil die junge Welt in einem »nicht unerheblichen Teil der Öffentlichkeit Relevanz und damit eine Wirkmächtigkeit« entfalte, sei es das Ziel, ihr den »weiteren Nährboden entziehen zu können«. (Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke). Deshalb werden die junge Welt, der Verlag 8. Mai GmbH und die Genossenschaft mit geheimdienstlichen Mitteln drangsaliert und im jährlichen Verfassungsschutzbericht als gesichert »linksextremistische«, also verfassungsfeindliche Strukturen gelistet. Gegen diese seit über 24 Jahren andauernde Praxis ist der Verlag 8. Mai nun juristisch vorgegangen und verlangt deren sofortige Unterlassung. Eine erste grundsätzliche Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichtes wird schon in den nächsten Wochen erwartet.

    Alle Linken im Visier

    Dabei muss jedem klar sein, dass es hier nicht nur um die junge Welt geht. Der Angriff gilt allen Personen und Organisationen, die marxistische Erkenntnisansätze nutzen. Gewerkschafter, Künstler, Wissenschaftler, Journalisten, Lehrende, auch linke Christen und Sozialdemokraten oder nicht wenige Gliederungen und Mitglieder der Partei Die Linke werden mit diesem aktuellen Ansatz des Geheimdienstes ins Visier genommen. Betroffen sind auch unsere Leserinnen und Leser sowie sehr viele von jenen, die es noch werden könnten. Dieser Angriff gilt allen, die mit bestehenden Verhältnissen nicht einverstanden sind und für Veränderung eintreten. Wenn diese perfide Attacke auf die Vernunft nicht abgewehrt wird, verschlechtern sich die Kampfbedingungen für alle konsequent linken Kräfte in Deutschland deutlich. Gemeinsam mit anderen fortschrittlich eingestellten Personen und Organisationen können wir dies aber verhindern.

    Auf Veränderungen einstellen

    Schon heute kostet uns dieser Kampf viel Kraft, Zeit und Geld, die uns für andere zentrale Aufgaben fehlen: Um die anstehenden Kostenentwicklungen stemmen zu können, müssen wir Relevanz, Reichweite und die Verkäufe der jungen Welt deutlich steigern! Dabei sind wir auch weiterhin auf die Unterstützung durch unsere Leserinnen und Leser angewiesen. Sie ist ein weiterer Grund dafür, dass wir trotz aller Probleme in der Zeitungsbranche relativ gut dastehen. Zwar gibt es immer wieder auch Auseinandersetzungen, Zweifel, Verärgerung über einzelne Aspekte unserer Arbeit – aber die junge Welt bleibt trotz aller Probleme und Schwächen unverwechselbar und gerade deshalb unverzichtbar. 75 Jahre nach der Gründung der Zeitung und 27 Jahre nach Entstehen der Verlag 8. Mai GmbH sind jetzt einige Weiterentwicklungen nötig, um den kommenden Anforderungen gerecht werden zu können. Deshalb wollen wir 2022 eine Reihe von strukturellen Änderungen umsetzen. Das betrifft im Verlag vor allem den Umbau der Bereiche Aktion und Kommunikation sowie die Umgestaltung der jW-Ladengalerie zu einer Kunstgalerie mit TV-Studio. Produktion und Gestaltung der Zeitung und anderer Verlagsprodukte sollen auf eine stabilere Grundlage gestellt werden. Redaktionell sind für den Onlinebereich einige Neuerungen vorgesehen, etwa die Einführung einer jW-App im Frühjahr. In unserer Printausgabe wird endlich eine Wissenschaftsseite eingeführt. Gerade der aktuelle Angriff der Bundesregierung auf unseren wissenschaftlichen Ansatz hat uns die Notwendigkeit dazu noch einmal sehr deutlich vor Augen geführt.

    Feste arbeiten und feiern

    Leider können wir coronabedingt nicht, wie ursprünglich geplant, unseren 75. Geburtstag im Februar mit einer großen Kulturveranstaltung feiern. Aber wie Sie sehen, haben wir auch im 76. Jahr unseres Bestehens viele Pläne: Aus unserer Vergangenheit schöpfen wir viel Kraft für die Zukunft! Und zum Feiern kommen wir dann doch noch: Für Mai ist ein Straßenfest geplant, und im Festzelt von jW und M & R beim UZ-Pressefest Ende August 2022 wird es ein besonderes Geburtstagsprogramm geben, wozu wir Sie schon heute herzlich einladen!

    Wie Sie helfen können

    Es gibt viele Möglichkeiten, uns bei der Umsetzung dieser Pläne zu helfen. Die wichtigste bleibt das Einwerben neuer Abonnements und der Kauf der Zeitung am Kiosk. Unsere Genossenschaft LPG junge Welt eG freut sich über neue Mitglieder oder jeden zusätzlich gezeichneten Anteil. Wichtig bleiben auch Spenden, etwa für den Prozesskostenfonds oder für die Finanzierung der Rosa-Luxemburg-Konferenz. Und das Aktionsbüro freut sich über jede Form der praktischen Unterstützung beim Bekanntmachen der Tageszeitung junge Welt, etwa durch Verteilaktionen. Für welchen Beitrag Sie sich auch entscheiden: Gemeinsam lassen wir es nicht zu, dass in diesem Land die Kräfte des Friedens und des Fortschritts behindert oder gar zum Schweigen gebracht werden!

    Verlag, Redaktion, Genossenschaft junge Welt

  • Alle sollen es wissen

    Die Rosa-Luxemburg-Konferenz bietet Beiträge aus sieben Ländern. Spenden sind gefragt
    RLK-Vorbereitungskollektiv
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    Seit Mittwoch wird die Laden­galerie der Tageszeitung junge Welt zum Aufnahmestudio umgebaut. Das Aktionsbüro kommt ins Schwitzen, denn die Umstellung von einer Präsenzveranstaltung mit Onlineübertragung zu einem Livestream ist doch komplexer als gedacht. Es muss noch an einigen Schrauben gedreht werden.

    Aber als Zeitung für historischen Optimismus wissen wir, dass wir am 8. Januar ab 10.30 Uhr online sind. Spätestens, denn wir wollen auf die Eröffnungsband Skazka Orchestra nicht verzichten. Sie wird von der Rosa-Luxemburg-Statue aus ab 10.20 Uhr musizierend zum Aufnahmestudio wandern – begleitet von einer mobilen Kamera, die Ihnen die Bilder ins Haus schickt. Um halb elf wird dann die Kunstausstellung eröffnet.

    Es geht also am Konferenztag schwung­voll los. Und Schwung wün­schen wir uns auch bei den Unterstützerkarten und Spenden für die finanzielle Absicherung der XXVII. Internationalen Rosa-­Luxemburg-Konferenz. Fast alle, die schon Karten für die Präsenzveranstaltung gekauft hatten, haben ihren Betrag gespendet und erhalten die entsprechenden kleinen Aufmerksamkeiten – wie die besonders layoutete »Eintrittskarte«, den Kühlschrankmagneten und das Buch »Die Pöhlands im Krieg«, passend zum Titel der RLK »Keine Krieg gegen Russland und China«. Wir bedanken uns herzlich dafür.

    Aber – das müssen wir feststellen: Es reicht nicht. Wir stehen am Ende der Konferenz mit vielen zehntausend Euro in den Miesen, wenn die Spendenaktivität nicht noch deutlich zunimmt. Darum senden wir hier erneut ein Signal an die Leserschaft: Jede und jeder kann die Konferenz kostenfrei anschauen. An diesem Tag werden Beiträge aus sieben Ländern über das Netz verbreitet; alle sollen das wissen. Dafür spenden Sie bitte entsprechend Ihren Möglichkeiten. Laden Sie, wenn Sie wollen und die pandemische Lage dies zulässt, Gäste zum Zuschauen ein. Spenden Sie am Konferenztag oder gerne schon vorher. Wir danken herzlich.

    Der Weg zum internationalen Livestream: jungewelt.de/rlk

    Unterstützertickets unter: jungewelt.de/rlk_2022_spenden

  • Nur Fakten helfen

    Tageszeitung junge Welt - eine tägliche Waffe gegen Lügen und Kriegsvorbereitungen. Jetzt weitersagen!
    jW Kommunikation
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    Von Hand zu Hand gereicht: jW-Verteilung 2018 in Berlin

    Noch jeder Angriffskrieg hat mit einer Lüge begonnen. Die junge Welt hat die westlichen »humanitären Interventionen« der letzten Jahre stets beim Namen genannt: Es handelt sich – ob beim Überfall auf Jugoslawien, beim Einmarsch im Irak und in Afghanistan oder jüngst in Mali – um imperialistische Angriffskriege. Doch was unseren Leserinnen und Lesern klar ist, erreicht längst nicht alle Menschen in diesem Land – tatsächlich erreicht es noch viel zu wenige, um die sich abzeichnenden Gefahren abzuwehren. Richtigstellung von Fake News über Russland und China ist mittlerweile eine tägliche Herausforderung geworden.

    Wer in die bürgerlichen Massen­medien blickt, muss das Gefühl bekommen, kurz vor einem Angriff »aus dem Osten« zu stehen: Russland zieht Truppen »an der Grenze zur Ukraine« zusammen! China »missachtet die taiwanesische Flugverbotszone«! Das klingt alles alarmierend, doch ist es nicht einmal die halbe Wahrheit. Russische Truppen befinden sich zwecks Militärmanövern auf dem Gebiet ihres eigenen Landes, das ist das gute Recht einer jeden Nation. China hingegen soll beim Überfliegen des eigenen Territoriums gegen eine einseitig und willkürlich verhängte »Verbotszone« eines international nicht anerkannten Landes verstoßen, die sogar Teile des chinesischen Festlandes umfasst. Die Bundeswehr hingegen stellt sich, denselben Blättern zufolge, nur mutig diesen »Aggressionen« entgegen, indem sie deutsche Fregatten im Südchinesischen Meer patrouillieren lässt oder, wie am Dienstag gemeldet, eine »neue Kaserne in Litauen« bauen will. Weder das Südchinesische Meer noch Litauen gehören zum deutschen Staatsgebiet, das – so das Grundgesetz – durch die deutsche Armee geschützt werden soll.

    Dieses Wissen zu teilen und weiterzugeben ist unser Ziel. Die junge Welt bekannter zu machen ist dabei hilfreich und ein wichtiger Schritt gegen Kriegsvorbereitungen. Dabei sind wir sicher: Eine gedruckte Zeitung bietet handfeste Vorteile. Das Forschungsinitiative E-Read (Evolution of Reading in the Age von Digitisation), in der sich 200 Wissenschaftler zusammengeschlossen haben, sieht das genauso. Sie stellten länderübergreifend fest, dass auf Papier gedruckte Informationen ein tieferes Verständnis fördern; vor allem lange, informative Texte blieben so besser im Gedächtnis. Und auch das folgende wissenschaftliche Resultat deckt sich mit unserer Erfahrung: Leser gedruckter Medien sind weniger anfällig für Fake News.

    Wenn Sie, liebe Leserin und lieber Leser, dabei mithelfen wollen, Fakten gegen Fake News zu setzen, bietet sich das Aktionsabo zum 75. Geburtstag dieser Zeitung an: 75 gedruckte jW-Ausgaben für 75 Euro – zum Weiterempfehlen und Verschenken an Freunde, Verwandte und Nachbarn. Eine gute Maßnahme gegen die Verbreitung von Fake News, gleichzeitig ein Geschenk auch an die junge Welt. Am 8. Januar 2022 wird die XXVII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz als kostenloser Livestream (jungewelt.de/rlk) unter dem Motto »Hände weg von Russland und China« stattfinden. Auch dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

    Verschenken Sie ein Aktionsabo über 75 Ausgaben für 75 Euro unter jungewelt.de/75!

  • Für die, die es wissen wollen

    Die junge Welt dient als Handreichung für jung und alt
    jW-Kommunikation
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    Vor dem Untergang der DDR war die Junge Welt das Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend (FDJ) und wurde auch als eine Zeitung der Jugend wahrgenommen. »Wer jung ist, liest die Junge Welt«, hieß es damals, was allerdings ebenso für Junggebliebene galt, denn schließlich war sie die auflagenstärkste Tageszeitung im sozialistischen Deutschland.

    Was in der DDR galt, trifft auch heute noch zu: Die Tageszeitung junge Welt ist ein Blatt für alle Generationen. Von den Problemen in Schule und Ausbildung oder über die Proteste der Jugendlichen bei Fridays for Future weiß die jW genauso zu berichten wie über Ungerechtigkeiten im derzeitigen Rentensystem. Das darf auch keineswegs verwundern, denn Ausbeutung und Unterdrückung machen nicht halt vor Alter, Geschlecht oder Herkunft.

    Mit einem Abo über 75 jW-Ausgaben bekommt man mit, welche Themen für die Redaktion relevant sind und welchen Standpunkt sie dazu einnimmt. Wenn Sie jemanden in Ihrem persönlichen Umfeld kennen, die oder der sich für Themen wie Feminismus, Antifaschismus, Geschichte der Arbeiterbewegung und den Kampf um Frieden interessiert, machen Sie die Person auf das Aktionsabo zu unserem 75. Geburtstag aufmerksam. Die Artikel und Hintergrundberichte der Zeitung können als Diskussionsgrundlage dienen und für Debatten am Familien- oder Stammtisch sorgen. Hier kann der Austausch über aktuelle Ereignisse erfolgen, wie auch die Artikel aus der Geschichte zur Wissensvermittlung beitragen und helfen können, den Prozess und den Punkt in der Entwicklung zu begreifen. Denn das ist der beste Weg: Die junge Welt verschenken, damit dem Empfänger – und zugleich auch der Redaktion – ein Geschenk zum 75. Geburtstag der Zeitung (am 12. Februar 2022) machen!

    Die junge Welt ist eine Zeitung für alle Generationen, das zeigt sich an den Aktivitäten, die sie über das reine Erstellen journalistischer Produkte hinaus entfaltet. Sei es bei der Teilnahme an diversen Pressefesten oder Messen, wo die Stände Anziehungspunkte für jung und alt sind. Besonders deutlich wird es bei den eigens organisierten Veranstaltungen wie der Rosa-Luxemburg-Konferenz. Im Programm wird die über 50 Jahre währende Praxis der politisch motivierten Berufsverbote gegen Linke thematisiert; andererseits kommt die Jugend mit einem eigenen Podium und ihren Themen für eine ganze Stunde zu Wort.

    Bei Präsenzveranstaltungen war dies noch augenfälliger, als Brokdorf-Blockierer ihren Infostand neben der Jugendantifa aufschlugen. Und auch solche Geschichten kommen vor: Eine langjährige Leserin und RLK-Besucherin nimmt ihre Enkelin im Jahr 2020 mit zum politischen Jahresauftakt der deutschsprachigen Linken, was diese so begeistert, dass sie sich im nächsten Jahr als Helferin bewirbt und so die Veranstaltung unterstützt. Doch auch eine reine Onlineveranstaltung können Sie mit Ihren Kindern und Enkeln gemeinsam verfolgen. Schauen Sie dazu am 8. Januar auf jungewelt.de/rlk.

    Verschenken Sie ein Aktionsabo über 75 Ausgaben für 75 Euro unter jungewelt.de/75!

  • Umswitchen kostet

    Spenden für die online stattfindende Rosa-Luxemburg-Konferenz sind jetzt gefragt
    RLK-Vorbereitungskollektiv
    Mit dem Kauf von Kühlschrankmagneten können Sie jetzt unsere Kon
    Mit dem Kauf von Kühlschrankmagneten können Sie jetzt unsere Konferenz unterstützen

    Zum richtigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung treffen ist nicht immer leicht, beim Umswitchen der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz von einer Präsenz- in eine Onlineveranstaltung ist es gelungen. junge Welt und die RLK-Unterstützerorganisatoren haben so lange wie möglich an einer Präsenzveranstaltung festgehalten. Unser Ziel war es, allen Besucherinnen und Besuchern des Events endlich wieder ein Zusammenkommen und ein Wiedersehen zu ermöglichen. Schließlich haben wir – wegen der vierten Welle der Coronapandemie – am 11. Dezember die Reißleine ziehen müssen.

    Aus den Verträgen mit der Max-Schmeling-Halle und weiteren Firmen kamen wir heraus – mussten dafür aber einige tausend Euro auf den Tisch legen. Das Kamerateam übernimmt nun weitere Aufgaben wie die Technik für die Simultanübersetzung und kostet daher mehr; es fallen Reisekosten für die vor Ort anwesenden Referenten und Künstler an – und, und, und. Wir bitten daher alle Käuferinnen und Käufer von Eintrittskarten für die Konferenz, diese wenn möglich in Unterstützerspenden umzuwandeln. Sie bekommen dafür, je nach Höhe des Kartenpreises, die Unterstützerkarte mit dem Motiv der Rosa-Luxemburg-Konferenz 2022 und einen Küchenmagneten mit selbiger Grafik (siehe Foto).

    Wir rufen alle Leserinnen und Leser auf: Besucht unsere Onlineveranstaltung am 8. Januar; sie beginnt um 10.30 Uhr auf ­jungewelt. de. Der Zugang ist weiterhin kostenlos, eine Spende aber hoch willkommen. Machen Sie in Ihrem Bekanntenkreis Werbung für die Konferenz. Vielleicht können Sie auch (im Rahmen der jeweils gültigen Pandemiebestimmungen) Freunde zu einem gemeinsamen Schauen der Rosa-Luxemburg-Konferenz im Wohnzimmer einladen. Ein solches Zusammensein ist ein kleiner Ersatz für das von uns geplante große Treffen in der Max-Schmeling-Halle. Sie finden das Programm auf der Internetseite jungewelt.de/rlk. Dort können Sie unter dem Reiter »Spenden« ein Ihrem Geldbeutel entsprechendes Unterstützerset buchen.

    Der Weg zum internationalen Livestream: jungewelt.de/rlk Unterstützertickets unter: jungewelt.de/rlk_2022_spenden

  • Zeitung mit klarer Haltung

    Politische Repression im Westen trifft einzelne, doch gemeint sind alle fortschrittlichen Kräfte
    jW-Kommunikation
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    Die Meinungsfreiheit ist weltweit bedroht. Das zeigt nicht zuletzt der Fall Assange (London, 10.12.2021)

    Der Fall des in Großbritannien inhaftierten Julian Assange steht wie kaum ein anderer für die Repressionen, die Whistleblower und andere sogenannte Staatsfeinde im vermeintlich freien Westen erfahren. Assange hatte ab März 2010 Informationen und Geheimdokumente zu US-Kriegsverbrechen veröffentlicht. Dieses »Kapitalverbrechen« können die USA nicht ungesühnt lassen und drohen ihm mit bis zu 175 Jahren Haft.

    Dieser Fall zeigt, mit welcher Härte der Westen gegen Kritiker vorgeht, wenn diese die unangenehmen Seiten des Imperialismus aufdecken. Es geht dabei natürlich immer um Interessen: Während Julian Assange bestraft wird, werden sogenannte Dissidenten gefeiert, wenn sie in nichtwestlichen Staaten ganz ähnliche Dinge tun. Die Motivation ist klar: Schutz des eigenen wirtschaftlichen und politischen Systems.

    Die Tageszeitung junge Welt berichtet seit Jahren ausführlich nicht nur über Assange, sie setzt sich auch für Solidarität mit ihm und anderen Inhaftierten ein. So auch bei Mumia Abu-Jamal: Der zunächst zum Tode verurteilte US-Journalist saß noch im Todestrakt, als seine erste wöchentliche Kolumne im Jahr 2000 in der jungen Welt erschien. Mumia hat in inzwischen mehr als 1.000 Beiträgen regelmäßig über den industriellen Komplex der Gefängnisse in den USA berichtet, um »die Mauern zwischen drinnen und draußen niederzureißen«.

    Eine besondere Geschichte verbindet diese Zeitung mit der linken US-Professorin Angela Davis. An der Aktion »Eine Million Rosen für Angela Davis« beteiligten sich 1971 Tausende Leserinnen und Leser der Jungen Welt (in der DDR wurde der Zeitungstitel noch groß geschrieben). Zu Davis’ Geburtstag am 26. Januar sandten Jugendliche eine Flut von Postkarten und Rosen an die Bürgerrechtlerin, die damals im US-Knast einsaß. Davis wusste um die Bedeutung der internationalen Aufmerksamkeit für ihren Freispruch und dankte ihren Unterstützern später mit einem Besuch in der DDR.

    Am 12. Februar 2022 feiert die junge Welt ihren 75. Geburtstag. Sie ist die einzige deutsche Tageszeitung, die konsequent Gegeninformationen zur vorherrschenden Darstellung der bürgerlichen Gesellschaft bietet. Auch deshalb erfährt sie selbst Repressionen: Seit 1998 wird sie vom Verfassungsschutz beobachtet und in den jährlichen Berichten der Behörde erwähnt – ein schwerwiegender Eingriff in die Pressefreiheit. Gegen diese Grundrechtseinschränkungen klagen junge Welt und der Verlag 8. Mai.

    Unterstützen Sie diese Art der Berichterstattung mit unserem Aktionsabo: 75 Ausgaben der jungen Welt für 75 Euro. Das 75er-Abo eignet sich ideal als Geschenk für Freunde, Verwandte, Ihre Lieben und all jene, die sich nicht damit abgeben, dass die Überbringer unangenehmer Wahrheiten drangsaliert werden. Indem Sie ein Abo verschenken, tragen Sie dazu bei, Gegeninformationen zu verbreiten – und Sie machen Ihrer Zeitung ein besonderes Geschenk zum Geburtstag. Das Abo verlängert sich natürlich nicht automatisch und muss auch nicht separat gekündigt werden.

    75 Ausgaben für 75 Euro bestellen unter www.jungewelt.de/75

  • Wunderbare Bände

    Aus dem Programm des Verlags 8. Mai: Hans Heinz Holz’ »Dialektik und Debatten« neu erschienen
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    Hans Heinz Holz (1927–2011) im Jahr 2007 auf einer Konferenz in Berlin

    Im Verlag 8. Mai sind in den letzten Wochen drei Bücher erschienen: Michael Drievers Reise zu den Denkmälern von Karl Marx und Friedrich Engels in Deutschland, Stefan Siegerts Comic zu Leben und Werk von Marx – und neuerdings auch eine Artikelsammlung des Philosophen und Kommunisten Hans Heinz Holz.

    Die junge Welt-Reserven sind der Leserschaft als eine Sammlung von jW-Artikeln in Broschürenform bekannt. Nun ist ein Buch mit 424 Seiten Umfang neu in dieser Reihe erschienen. Anlässlich des 10. Todestages von Hans Heinz Holz am 11. Dezember 2021 sind seine Beiträge für die jW-Thema-Redaktion und einige mehr in dem Buch »Dialektik und Debatten« versammelt worden. Im Kapitel »Debatten« legt Holz die Grundlagen marxistischer Politik offen – und zwar aus der Generalperspektive des historischen und theoretischen Gesamtzusammenhangs. Es sind Debatten gegen den in den 2000er Jahren agierenden, zur Sozialdemokratie strebenden früheren DKP-Parteivorstand. Seine durchdachten Positionen trafen das Gremium empfindlich, sind aber vor allem für ein breites, politikinteressiertes Publikum geschrieben: ein Grundkurs über Politik mit Klassenstandpunkt.

    Holz verfügte über enzyklopädisches Wissen. Das demonstriert er in »Dialektik und Debatten« durch Beiträge zu Rechtsfragen, zu Problemen des Sozialismus, zu Fragen der Religion und Aspekten der Kunst. Schließlich widmet er sich komplexen Fragen der Dialektik – und das alles auf eine verständliche Art und Weise. Wer in diese Denkweise hineinschnuppern möchte, dem sind diese Beiträge sehr empfohlen.

    Nach dem Erscheinen des Lenin-Denkmalbuchs von Carlos Gomes konnte erfreulicherweise Michael Driever für ein ähnliches Projekt mit Denkmälern für Marx und Engels gewonnen werden. Die meisten der insgesamt 82 dokumentierten Kunstwerke sind mit je zwei Farbfotos in Szene gesetzt, die übrigen begnügen sich mit einem. Leserinnen und Leser erfahren in den Texten viele Einzelheiten zum jeweiligen Kunstwerk. Und wer es kürzer gefasst möchte, kann auch die englischen Abstracts lesen.

    Marx für alle! Das ist die Devise der jungen Welt. Daher ist nun Stefan Siegerts »Karl Marx geht um« im Verlag 8. Mai erschienen. Der Comicband wurde am vergangenen Donnerstag in der jW-Ladengalerie vorgestellt. Der Stream dazu ist auf dem Youtube-Kanal der jungen Welt zu sehen. Ein wunderbarer Band zu Leben und Werk von Karl Marx.

    Hans Heinz Holz, 424 Seiten, 19,90 Euro

    Michael Driever, Karl Marx, Friedrich Engels. Ihre Denkmäler in Deutschland, 184 Seiten, 22,90 Euro

    Stefan Siegert, Karl Marx geht um, 168 Seiten, 22,90 Euro

    Bestellungen: ladengalerie@jungewelt.de oder jungewelt-shop.de

  • Rosa on Air

    Die RLK findet 2022 als digitale Veranstaltung statt
    Redaktion, Verlag und Genossenschaft
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    Auf Sendung: Blick in den Übertragungsraum in der jW-Ladengalerie (RLK am 9.1.2021)

    Es war keine leichte Entscheidung, aber nun ist sie getroffen: Die XXVII. Internationale Rosa-Luxemburg-Konferenz (RLK) am 8. Januar findet als digitale Veranstaltung statt. Anhaltend hohe Coronainfektionszahlen und verschärfte Hygiene­bestimmungen ließen keine andere Wahl, als den von junge Welt und zahlreichen Unterstützergruppen organisierten Jahresauftakt der deutschen Linken im virtuellen Raum statt in der Max-Schmeling-Halle in Berlin stattfinden zu lassen. Die Planungen für die Präsenzveranstaltung sahen ein Treffen unter 2G-Regeln vor. Allerdings bedeuten die aktuellen Vorschriften für die Organisatoren einen kaum zu bewältigenden Kontrollaufwand, für die Gäste eine stark eingeschränkte Bewegungsfreiheit in den Räumlichkeiten. Wie sich diese Woche herausstellte, sind die neuen Auflagen mit dem ursprünglichen Konzept unvereinbar.

    Nun also online: Wie in diesem Jahr wird die ganztägige, von der Schauspielerin Esther Zimmering moderierte RLK aus der zum Sendestudio umfunktionierten jW-Ladengalerie in Berlin-Mitte ausgestrahlt. Kooperationspartner in ganz Europa und auf anderen Kontinenten übernehmen den Live­stream. Unter dem Motto »Krieg und Leichen – die letzte Hoffnung der Reichen. Hände weg von Russland und China!« wird ein überaus spannendes Programm geboten. Erwartet wird u. a. der Vizevorsitzende der KP Russlands, Dmitri Nowikow. Er vertritt die zweitstärkste Partei der Russischen Föderation (sie erreichte bei den jüngsten Duma-Wahlen fast 19 Prozent) und wird über die Krise des Imperialismus sowie den daraus folgenden aggressiven Kurs der NATO gegenüber Moskau sprechen. Nowikow hat jW zudem exklusiv einen aufschlussreichen Grundsatzbeitrag zugesandt, der Ende Dezember im Blatt erscheint. Zugesagt haben ferner Juan Ramón Quintana aus Bolivien, ehemaliger Minister der Präsidentschaft unter Evo Morales, sowie Rosario del Pilar Pentón Díaz, Rektorin der Hochschule der Kommunistischen Partei Kubas. Geboten wird zudem ein umfangreiches Kulturprogramm, u. a. mit einem Beitrag des renommierten serbischen Filmregisseurs Srdan Golubovic (»Otac« – Vater, SRB 2020).

    An der für 18 Uhr geplanten Podiumsdiskussion zum Thema »Wie wir den nächsten Krieg verhindern« nehmen Andrea Hornung (Vorsitzende der SDAJ), Martin Singe (Pax Christi, Sprecher von »Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt«) und Sören Pellmann teil, der bei den Bundestagswahlen für die Partei Die Linke ein Direktmandat in Leipzig gewonnen hat. Außerdem erwarten wir einen Vertreter bzw. eine Vertreterin aus dem Gewerkschaftsbereich sowie einen Vertreter bzw. eine Vertreterin vom antimilitaristischen Bündnis »Rheinmetall entwaffnen«.

    Falls die Umstände es erlauben, wird es im Januar 2023 das von vielen ersehnte persönliche Wiedersehen in Berlin geben – in besagter Max-Schmeling-Halle in Prenzlauer Berg.

    aktuelle Infos unter www.jungewelt.de
    Weitere Beiträge zur RLK in der aktuellen Ausgabe:
    https://www.jungewelt.de/artikel/416371.rlk-2022-gemeinsam-vor-dem-bildschirm.html